Freitag, 27. März 2015

"Frühlingsboten" - Ausstellung in der ÖGG

Geschafft!!! Wir haben unsere Ausstellung im Vernissagenraum des Gartenbaumuseums aufgebaut und bei der Eröffnung sind wir nicht alleine dagestanden! Aber alles der Reihe nach:
Nach dem obligaten frühmorgendlichen Großmarktbesuch ging es gleich ab in die ÖGG, die Blumen wurden versorgt und der gesamte benötigte Kram wurde nach oben in den 1. Stock geschafft und sortiert. Nach diesem "Frühsport" blieb gerade mal Zeit für eine Tasse Tee, dann galt es das Rikka aufzubauen, solange es noch ruhig war. Entsprechende Routine, ein guter Plan und die Verwendung zweier "recycelter" Elemente vom Rikka in Puchberg (maeoki - immer eine mühsame Angelegenheit, die Teile zu drahten - und ushiro-gakoi konnten wiederverwendet werden) trugen dazu bei, dass das Arrangieren flott von der Hand ging. 
Die ersten Damen trafen im Lauf des Vormittags ein, wir stellten Tische und Podeste auf und verteilten die Tischtücher. Auch die großen Vitrinen mussten an ihre Plätze gerückt werden. Dann wurde fleißig weiter arrangiert, schließlich sollten noch einige weitere Ikebana fertiggestellt werden. Am frühen Nachmittag trudelte der nächste Schwung an Teilnehmerinnen ein und wurde aus Platzgründen in den Seminarraum der ÖGG verbannt. Dort konnten sie in Ruhe an ihren Werken feilen, während im Ausstellungsraum die Aufbauarbeiten langsam beendet und die entsprechenden Stellplätze zugewiesen wurden.
Zwischenzeitlich brachten einige Damen auch Selbstgebackenes und Sekt vorbei, wodurch die Stimmung stieg und das Arrangieren gleich noch besser von der Hand ging. Je näher unsere gesetzte Deadline - 1 Stunde vor der Eröffnung sollte alles so ziemlich fertig sein - rückte, desto intensiver wurde gearbeitet. Alles wurde gefegt, herumliegendes Verpackungsmaterial und sonstiges Ikebana-Zubehör verschwand hinter den Stellwänden und die Restblumen wurden die Stiegen hinunter ins Freie geschleppt. Schließlich brauchen wir einiges davon noch am Samstag für die Vorführung. Nach den letzten Korrekturen wanderten auch die Arrangements aus dem Seminarraum hinunter in den Vernissagenraum, alles wurde nochmals kontrolliert und die ersten Foto-Runden konnten absolviert werden. Es blieb auch noch genug Zeit, durchzuschnaufen und sich selbst für die Eröffnung herzurichten. Mittlerweile stellten Mitarbeiterinnen der ÖGG die Getränke bereit und verteilten Knabbereien auf den Stehtischen.
Kurz vor der offiziellen Eröffnung trudelten die ersten Besucher ein und die geladenen Redner wurden durch die Ausstellung geführt. Schließlich ergriff Berthold Steinschaden, Generalsekretär der Österreichisch-Japanischen Gesellschaft, das Wort, begrüßte die Anwesenden und gab einen Einblick in die japanische Kultur und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu unserem Kulturkreis. Danach richtete sich Dr. Brigitte Schmidt, Vizepräsidentin der ÖGG, an die Gäste und eröffnete die Ausstellung. 
Die Besucher wanderten durch die Ausstellung, betrachteten die Arrangements und fanden sich anschließend zu anregenden Gesprächen bei Sekt und Snacks an den Stehtischen zusammen. Erst nach mehr als 2 1/2 Stunden leerte sich die ÖGG und wir konnten noch kurz aufräumen. Man kann sagen, schon der Beginn der Ausstellung war ein voller Erfolg. Bleibt noch zu hoffen, dass uns in den kommenden Tagen noch viele Besucher beehren und dass die Vorführung am Samstagnachmittag ebenfalls gut besucht sein wird.
Hier nun die ersten Bilder unserer Werke. Einige Arrangements waren wegen ungünstiger Lichtbedingungen am Abend nicht zu fotografieren, Fotos dieser Arbeiten werden aber noch nachgereicht.

 Rikka shôfûtai - mit viel kimono und nur einigen Blumen

Gegenüberstellung Rikka shinpûtai - Jiyûka mit gleichem Hauptmaterial


Shôka shinpûtai- sehr variantenreich

ein (noch) einsames Shôka shôfûtai - weitere Arrangements folgen

 Jiyûka in allen Farben, Formen und Variationen

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