Mittwoch, 28. September 2016

Perspektivisches Jiyūka


Der gestrige Übungsabend zum Thema "perspektivisches Jiyūka" entwickelte sich irgendwie zu einer Experimentierstunde. Wir hatten neben verschiedenen Restmaterialien vom Seminar mit unserer Meisterin zusätzliches kazai vom Großmarkt (die Sonnenblumen waren allerdings von mieser Qualität – in der Früh noch strahlend schön und am Abend ziemlich lädiert) zur Verfügung. 

Farbmäßig langen die Schwerpunkte auf Blautönen und rotvioletten Schattierungen, was beides gut zueinander bzw. zu den Sonnenblumen passte. Einige der Damen arbeiteten bunt, die anderen wiederum konzentrierten sich auf Ton-in-Ton-Kombinationen. 
Allen Arrangements gemein war die Tiefenwirkung, die auf unterschiedliche Weise erzielt wurde. Entweder durch schräg gestellte längliche Schalen, durch die Kombination zweier Gefäße oder auch durch die entsprechende Positionierung der Einzelarrangements in einer großen Schale. 

Der Abend verlief diesmal ein wenig ruhiger als sonst, da vor allem den Damen, die auch am Seminar mit unserer Meisterin teilgenommen hatten, die mentalen Anstrengungen (und nicht zu vergessen die kurzen Nächte) noch nachhingen. 
Trotzdem entstanden vielfältige Arrangements, von denen jedes für sich einen speziellen Charme ausstrahlt. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie unterschiedlich das kazai von jedem Einzelnen wahrgenommen wird und für welches Strukturmaterial sich die Damen sich jeweils entschieden haben.

 
Eisenhut als Hauptmaterial
 
   
hier dominieren Zweige und Eustoma
 
 
Sonnenblumen begrüßen den Betrachter
 
 auch Kugeldisteln haben ihren großen Auftritt

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