Sonntag, 3. April 2016

Jiyūka-Workshop


Quasi als Abschluss unserer Frühlingsausstellung organisierten wir einen Wochenendworkshop für Neueinsteigerinnen und Fortgeschrittene zum Thema Jiyūka. Diese Idee scheint ganz gut gewesen zu sein, denn 4 neue Damen, die durch die Ausstellung auf uns aufmerksam geworden waren, stießen zu unserer Gruppe. Zusammen mit 11 Damen der Stammbesatzung ergab das einen mehr als gut gefüllten Seminarraum in der ÖGG. Der Fototisch musste in den Vorraum ausweichen und als Zwischenlager der fertigen Arrangements benutzten wir die Tische im Halbstock. Trotzdem ist es zeitweise etwas eng geworden. Speziell das gemeinsame Mittagessen am Samstag konnte nicht wie üblich rund um den großen Tisch stattfinden. Aber wir werden noch auf die optimale Tischverteilung draufkommen und beim nächsten Workshop eventuell das Sitzungszimmer der ÖGG für das Mittagessen verwenden. 
Freitag starteten wir mit einem natürlichen Jiyūka im Moribana-Stil mit Zierjohannisbeere oder Schlehe und Eustoma. Danach ein fläche- und massebetontes, querformatiges Jiyūka mit Gerbera, Minianthurien + Blättern und Schleierkraut. Die Fortgeschrittenen tobten sich zwischenzeitlich mit eigenen Entwürfen aus und arbeiteten neben Jiyūka auch Shōka und ein Landschaftsarrangement.
Samstag stießen die anderen drei Neueinsteigerinnen zu uns und der Unterricht begann mit einer Gegenüberstellung, wie sich Gefäßauswahl und Fußpositionen auf den Ausdruck des Arrangements auswirken. Narzissen, Spirea und Stiefmütterchen wurden sowohl in einer Standardschale mit enger kabu, in einer länglichen Schale mit 2 getrennten Wurzeln und in einer Vase in perspektivischer Anordnung arrangiert. Um die Ablenkung durch Extraeinflüsse möglichst gering zu halten, waren alle Gefäße schwarz. Nicht nur die Neulinge waren von der direkten Gegenüberstellung angetan, auch die Fortgeschrittenen hatten so manches Aha-Erlebnis.
Des Weiteren gab es wieder ein natürliches Jiyūka, diesmal mit wilder Zwetschke, gelben Ranunkeln und lila Limonium – ein recht guter Farbkontrast. Zuletzt dann ein Arrangement mit Seidenmohn, Asparagus, Magnolienblättern und Solidago. Leider hatten wir diesmal mit dem Seidenmohn ziemliches Pech. Die Lieferung kam zwar direkt aus Italien, aber während des Transports dürfte einiges schief gelaufen sein (zu kalt und feucht?). Die Blüten waren in den Hüllblättern verschimmelt, was aber von außen leider nicht zu sehen war. Immerhin, etwa die Hälfte der Blumen konnten wir verwenden, wenn sie auch nicht optimal waren.
Nach den doch recht heftigen letzten Wochen mit Puchberg-Seminar, Frühlingsausstellung, den regulären Übungsabenden und 2 Workshops können wir uns jetzt ein wenig erholen, bevor es in 2 Wochen wieder weitergeht.
Hier nun einige Bilder von unseren Arbeiten. Natürlich nur eine Auswahl, denn in Summe sind etwa mehr als 70 Ikebana entstanden.

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