Mittwoch, 14. Januar 2015

Start ins neue Ikebana-Jahr

Der erste Übungsabend im neuen Ikebana-Jahr ist immer etwas ganz Besonderes. Nicht nur die (verdiente) Ruhepause nach der oft hektischen Vorweihnachtszeit ist zu Ende, man hat auch das vergangene Jahr hinter sich gelassen und blickt erwartungsfroh nach Vorne. Das erste Ikebana im Jahr soll Optimismus, Freude und Neugier auf das Kommende ausdrücken.
Traditionell wird zum Jahresbeginn ein shô-chiku-bai arrangiert, ein (klassisches) Shôka aus Kiefer, Bambus und blühender Winterpflaume. Dieses Arrangement stellt den Vorläufer des Shôka sanshu-ike dar, in dem alle beteiligten Materialien denselben Stellenwert haben. Wir wollten das Jahr etwas geruhsamer angehen und hatten als Aufgabenstellung ein "festliches Ikebana zum Jahresbeginn" zu bewältigen. 
Die meisten Teilnehmerinnen entschieden sich für ein Shôka shinpûtai, dazu kamen noch Jiyûka und eine unserer Ladies arrangierte ein Shôka shofûtai sanshu-ike. Vom Material her waren in vielen Arrangements Bambus oder Kiefer vorhanden und alle verwendeten vorgetriebene Blütenzweige, um das Jahr entsprechend zu begrüßen. Der wild wuchernde Bambushain im Schulgarten wurde ein wenig dezimiert, was aber kaum auffallen dürfte. Schließlich muss man die Gelegenheit nutzen, wenn ein traditionelles kazai gleich vor der Haustür auf einen wartet.
Der Zulauf zum Übungsabend war gestern so groß, dass wir sogar leichte Platzprobleme bekamen. Bleibt zu hoffen, dass der Enthusiasmus weiter anhält ;-)

  
 
 
 

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