Sonntag, 23. November 2014

Vorführung in Hirschstetten

In der Vorweihnachtszeit findet in den Blumengärten Hirschstetten jeweils von Donnerstag bis Sonntag der schon traditionelle Advent- und Weihnachtsmarkt mit diversen Ausstellungen und einem breiten kulinarischen Angebot statt. Dieses Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto "Weihnachten in den Alpen". Die ÖGG ist in einem der Ausstellungsglashäuser mit einem kleinen Infostand vertreten, der jedes Wochenende von einer anderen Fachgruppe "bespielt" wird. Den Auftakt bildeten die Fachgruppen "Alpenpflanzen und Blütenstauden" und "Ikenobô-Ikebana". Neben einem Ikebana, das wegen der Temperaturen im Glashaus und der langen Standzeit aus robusten Pflanzen bestehen musste, waren auch 2 bepflanzte Steingartenschalen und das Muster eines Leichtbau-Pflanztroges in Steinoptik (aber aus Styropor und Schnellzement gebaut) zu sehen. Dieser "Pseudo-Steintrog" hat neben dem geringen Gewicht und der variablen Form den großen Vorteil, dass durch das Styropor der Wurzelbereich vor dem Durchfrieren geschützt ist. 
Als Abschluss des ersten Ausstellungswochenendes gab es eine kleine Ikebana-Vorführung zu sehen. Die Kojen sind leider sehr klein und auch der Platz für die Zuschauer davor ist begrenzt, aber trotzdem fanden sich doch recht viele Interessierte ein und sahen beim Entstehen von 2 Jiyûka und einem Shôka shinpûtai zu. Mehr als diese 3 Arrangements waren nicht möglich, denn auch so wurde der Platz schon fast zu knapp. Auch der hohe Lärmpegel im Glashaus war nicht gerade förderlich. Trotzdem blieben die Zuschauer bis zum Schluss und stellen auch viele Fragen bzw. baten um Infomaterial. Mal schaun, vielleicht findet sich das eine oder andere Gesicht beim nächsten Workshop wieder ;-)
Das weitläufige Gelände der Blumengärten ist liebevoll gestaltet worden, wobei der Winterschutz für viele Pflanzen in das Gestaltungskonzept miteingeschlossen wurde. Tagsüber waren viele Familien mit Kindern unterwegs, auf die unzählige Verkaufsstände und diverse Attraktionen warteten. Mit Einbruch der Dunkelheit verwandelte sich das Gelände in eine zauberhaft beleuchtete Märchenlandschaft, wodurch noch mehr Details erkennbar wurden. Ein echter Geheimtipp, den man allerdings mit sehr vielen anderen Besuchern teilt. 
 
 das Ausstellungs-Jiyûka aus Wacholder und Chrysanthemen - robust und jahreszeitgemäß

 2 Jiyûka zum Thema "Linie" - natürlich bzw. kreativ mit nonfloralem kazai

 Shôka shinpûtai aus Aspidistra, Nadelkissenprotea und wilden Anthurien - ungewöhnlich

die ÖGG-Koje nach der Vorführung

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