Montag, 4. März 2013

Puchberg - letzter Tag


Nach einer sehr kurzen Nacht brach der leider letzte Seminartag an. Gerade wenn man sich in die Materie vertieft hat und richtig am Arbeiten ist, heißt es auch schon wieder ans Ende denken. Aber bevor wir unseren ganzen Krempel ins Auto und dann nach Hause verfrachten mussten, durften wir uns noch einmal so richtig kreativ austoben. 
Für das Rikka shinpûtai hatten wir nicht nur tolles neues kazai von Anthurien über Nerinen, panaschierte Aspidistrablätter und Palmwedel bis hin zu verschieden geformten Gummibaumblättern zur Verfügung, sondern konnten auch noch die Reste der vergangenen Seminartage aufarbeiten. Das ergab natürlich ein breites Spektrum an fertigen Arrangements. Die noch nicht so erfahrenen Seminarteilnehmerinnen arbeiteten entweder mit mitgebrachtem Material an Prüfungsarrangements oder schauten den Fortgeschrittenen über die Schulter und versuchten sich auch selbst im Drahten. 
Da die gemeinsame Korrektur erst für den späteren Nachmittag angesetzt war, wurde zwischendurch klar Schiff gemacht. Man zerlegte schweren Herzens die im Laufe des Seminars angefertigten Werke, verpackte die Gefäße für einen sicheren Heimtransport und begann mit der Entsorgung des nicht mehr transportfähigen Pflanzenmaterials. Dabei sind dann doch einige Müllsäcke randvoll gefüllt zurückgelassen worden – man glaubt gar nicht, was sich während 5 Tagen Unterricht so alles ansammelt.
Zur Korrektur versammelte sich die gesamte Mannschaft vor jedem Rikka, ließ sich die zugrunde liegende Idee erklären und lauschte den Änderungsvorschlägen unserer Meisterin. Dabei lernten wir wieder sehr viel über Harmonie- und Gestaltungsprinzipien. Dann brach die Hektik des Zusammenräumens aus und das eine oder andere Arrangement war bereits abgebaut, bevor es bildlich festgehalten werden konnte – schade darum. Aber vielleicht taucht noch das eine oder andere Foto auf, das dann nachgereicht wird.
Schließlich versammelten wir uns für die allgemeine Verabschiedung und Urkundenüberreichung. Jede Teilnehmerin erhielt auch noch neues Infomaterial vom Headquarter in Kyoto, das anlässlich des 550 Jahr-Jubiläums herausgegeben worden ist. Und schon ist ein wunderbares Seminar Geschichte geworden. Aber wir dürfen uns bereits jetzt auf ein neues Seminar mit Ausstellung und großer Vorführung Anfang Juli freuen. Schließlich gilt es ein Jubiläum zu feiern – Prof. Pointner kommt seit nunmehr 40 Jahren regelmäßig mehrmals im Jahr ins Schloss, um uns Ikebana näher zu bringen.
 

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