Mittwoch, 23. November 2011

Ein Übungsabend im Zeichen des Nageire

Nageire bedeutet übersetzt soviel wie "hineingeworfene Blume", womit auch gleich der Gesamteindruck, den das fertige Werk vermitteln soll, erklärt ist: Das Arrangement sollte unangestrengt und natürlich wirken, die Linien wie zufällig in der Vase angeordnet. Um diese Natürlichkeit zu vermitteln, ist doch ein wenig Übung nötig. Vor Allem die Befestigung der Linien in der Vase ist etwas trickreich. Zweige und Blumen werden mittels Holzstücken, so genannten hana-kubari, im Gefäß verkeilt. Diese Technik stammt aus einer Zeit, da es noch keinen Blumenigel gab. 
Im Zuge der Neuklassifizierung des Freestyle durch das Headquarter sind die Stilrichtungen Moribana (Schalenarrangement) und Nageire irgendwie "unter den Tisch gefallen". Eigentlich gehören sie dazu, werden aber - zumindest in Japan - in der Form nicht mehr unterrichtet (Zitat eines japan. Professors). Da diese beiden Stilrichtungen aber immer wieder hübsch anzusehen sind, werden sie bei uns im Unterricht immer noch gearbeitet. Wie man anhand der Bilder sehen kann, gibt es auch im Nageire unzählige Varianten, die sehr dekorativ sein können.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen