Montag, 5. September 2011

Herbstseminar mit Prof. Pointner-Komoda

Jetzt ist es auch schon wieder Geschichte - das Seminar mit unserer Meisterin, Frau Prof. Pointner-Komoda. Von Freitagnachmittag bis Sonntagabend widmeten wir uns ganz der Blumenkunst. Auf dem Programm standen anspruchsvolle Arrangements, wie ein Rikka mit Herbstmaterial und ein Iris-Shôka.
Am Freitag hatten wir die Möglichkeit, Prüfungsarrangements zu machen, die dann von der Meisterin korrigiert und bewertet wurden. Den Abend ließen wir gemütlich in der Ufertaverne an der Alten Donau ausklingen.
Der Samstag und Sonntag standen dann ganz im Zeichen von Hardcore-Ikebana. Die Blumenliste und der Entwurf des Rikka sahen ja ganz harmlos aus, der Teufel steckte aber im Detail. Nach einer theoretischen Einführung demonstrierte uns Prof. Pointner, wie das Arrangement aussehen sollte. Das war relativ rasch erledigt (allerdings unter Mitwirkung einer Assistentin) und wir haben immer noch keinen Verdacht geschöpft.
Nach dem Verteilen der Blumen machten wir uns selbst ans Arrangieren und da begannen sich die Schwierigkeiten turmhoch aufzubauen. Handgriffe, die bei der Meisterin ganz einfach aussahen, erwiesen sich als deutlich schwieriger als erwartet, das Material wollte einfach nicht tun, was verlangt wurde und irgendwie sah der ganze Krempel nicht so aus wie beim Beispielarrangement. Kurz gesagt, das "einfache" Rikka erwies sich als ziemlich hartnäckig und wir benötigten noch den halben Sonntag, um unsere Werke zu vollenden. Allerdings hat sich die Mühe gelohnt, wir waren mit unseren Ergebnissen sehr zufrieden.
Zum Abschluss des Seminar-Wochenendes wagten wir uns noch an ein herbstliches Iris-Shôka. In weiser Voraussicht haben wir das beim letzten Übungsabend im August noch aufgefrischt, deshalb ging das Arrangieren ganz gut von der Hand. Die Korrekturen durch die Meisterin verblüfften trotzdem immer wieder. Kleine Veränderungen führten zu deutlichen Harmonieverbesserungen und der Seminarraum vermittelte plötzlich den Eindruck, irgendwo am Teich zu sitzen, und den Sommertag zu genießen.
Alles in Allem war es zwar ein anstrengendes, aber auch sehr lehrreiches Wochenende und wir dürfen uns schon auf eine Neuauflage Anfang Dezember 2012 freuen. Unser Dank gilt auch der ÖGG, in deren Räumlichkeiten wir das Seminar veranstalten durften. Einige Bilder unserer Werke folgen dann im nächsten Post.

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