Mittwoch, 20. Juli 2016

Juli-Treffen in der ÖGG


Unser außerordentlicher Übungsabend im Juli bescherte uns eine kleine Programmänderung: Am Großmarkt kriegen wir leider keine Schachtelhalme mehr (genauer gesagt müssten wir einen kompletten Karton mit 1000 Stück bestellen – in dem können wir uns dann eingraben) und nicht jeder von uns hat Zugang zu Binsen oder Rohrkolben. Also haben wir das geplante gyōdō-ike mit Calla als mekabu einfach in ein Denka-Shōka mit Calla verwandelt. 
Für den Nachwuchs gab es ein natürliches Jiyūka "Teichlandschaft" mit Calla, Binsen, Irisblättern, Houttuynia (Molchschwanz) und ein wenig tsuyo-mono. Ein linienbetontes Arrangement, das durch unterschiedliche Blattformen und Grüntöne geprägt war und eher zurückhaltend wirkte. 
Ein gyōdō-ike gab es dann doch noch zu sehen und auch ein Shōka shōfūtai isshu-ike mit Gladiolen. Eine weitere unserer Damen hat ein Shōka shōfūtai nishu-ike mit Schafgarbe und Ballonblumen gezaubert. 
Eine besondere Herausforderung war das Material, das Martina mitbrachte: Ligularia przewalskii, ein Kreuzkraut mit wunderbaren gelben Blütenkerzen und interessanten Blättern. Etwas, mit dem wir noch nie Ikebana gemacht haben. Wir entschieden uns dafür, die Pflanze mit zwei Blüten und mehreren Blättern ähnlich wie das Denka mit Calla zu verarbeiten. Vermutlich wäre auch ein Arrangement wie ein Denka mit oha-mono (z.B. mit Astilbe oder Hosta) möglich gewesen. Vielleicht beim nächsten Versuch. Die Blätter haben jedenfalls gut gehalten, obwohl ihre etwas sparrige Form eine große Herausforderung darstellte. 
Die Gruppe begibt sich jetzt für fast ein Monat in Sommerpause, bevor es Mitte August wieder einen Übungsabend gibt. Zwei von uns werden allerdings kommende Woche einen Trip nach Deutschland zu unserer Meisterin unternehmen. Es gilt, Prüfungsbögen abzuarbeiten…

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