Freitag, 19. Februar 2016

Monatstreffen Ikebana International


Bambus ist wirklich ein sehr vielseitiges Material für Ikebana – besonders wenn man Mitglied der Sogetsu-Schule ist. Wir Ikenobō-Leute benutzen Bambus auch, aber meist nur so, wie es seinem natürlichen Wachstum entspricht. Natürlich gibt es Ausnahmen, speziell beim Jiyūka, aber so vielfältige und kreative Anwendungsmöglichkeiten findet man bei uns eher nicht. Dafür verwenden wir im klassischen Shōka Bambusgefäße und auch die Vielzahl an Bambuskörben aller Art eröffnet jede Menge Gestaltungsmöglichkeiten. 
Wie sich erahnen lässt, stand das gestrige Monatstreffen von Ikebana International Vienna Chapter #223 ganz im Zeichen dieses Grases. Obwohl, bei den dicken Halmen, die unsere Präsidentin mitgebracht hat, ist die Assoziation mit Gras etwas weit hergeholt. Jedenfalls türmten sich jede Menge frisch geschnittene Bambushalme mit wunderbaren, großen Blättern im Übungsraum der Studiogalerie
Die meisten Anwesenden verarbeiteten hauptsächlich die Stangen und die Seitentriebe, die gespalten und verspreizt, ineinander verwoben oder auch nur senkrecht aufgestellt wurden. Die Blätter waren da oft nur Beiwerk oder Akzentpunkt. Zusammen mit mehr oder weniger vielen Blumen entstanden vielfältige Arrangements – einige arbeiteten sogar zwei Gestecke. 
Ikenobō war mit einem Shōka shinpūtai, drei relativ natürlichen und einem etwas abstrakteren Jiyūka vertreten. 
Übriggebliebene Bambushalme fanden ebenfalls ihre Abnehmer und somit landete gar nicht so viel am Komposthaufen. Wenn man den ursprünglichen Bambushaufen gesehen hat, ist das sehr erstaunlich….


 hier die Ikenobō-Arrangements

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