Mittwoch, 9. Juli 2014

Ein Shôka-lastiger Dienstag in Puchberg

Knapp vor Kursbeginn wurde das leere Blumenlager durch unseren Händler, Herrn Röthlin vom Blumenstudio in Wels, wieder gut gefüllt. Wunderbare Schmuck-Dahlien (damit haben wir ikebanamäßig eher selten gearbeitet), Sonnenblumen, zartes Limonium und Celosien in dunkel-pink waren für den heutigen Tag vorgesehen. Für den Nachwuchs wurde ein naname-no-hana, eine schräge Form des neuen Jiyûka, vorgeführt. Zur Linienverstärkung kamen zusätzlich Irisblätter zum Einsatz. Uns Fortgeschrittene erwartete ein Shôka shofûtai sanshu-ike mit Irisblättern und Sonnenblumen als Hauptmaterialien. Das dritte kazai konnten wir frei wählen. Dadurch entstanden doch recht unterschiedliche Ergebnisse. 
Kurz vor Mittag ging es dann noch hinaus in die Botanik, um Zweige für das nachmittägliche Nageire zu schneiden. Das bedeutete, sich durch mannshohe Brennesseln und anderes ziemlich stacheliges (und bewohntes) Gestrüpp zu kämpfen, um dann - ohne in den angrenzenden Teich zu fallen - die entsprechenden Äste zu "ernten". Gut dass wir das noch vor Mittag erledigt haben, denn am Nachmittag begannen dann heftige Regenfälle und setzten die Gegend unter Matsch.
Die Nachmittags-Session brachte uns dann erwähntes Nageire und ein Shôka shinpûtai mit den Dahlien. Gar nicht so einfach, mit den doch sehr auffälligen und dominanten Blüten Harmonie zu erzeugen, ohne gleich ein 08/15-Arrangement abzuliefern. Letztlich waren wir doch ziemlich erledigt, die Anstrengungen der letzten Tage machten sich langsam aber deutlich bemerkbar. Kaum zu glauben, wie sehr intensives Ikebana an der Substanz zehren kann. Immerhin, der Mittwoch sollte uns etwas Entspannung mit Jiyûka bringen - oder auch nicht ;-)

 die Arrangements für den Nachwuchs

 
  Übungs- und Prüfungsarrangements, mehr Bilder folgen

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