Dienstag, 3. September 2013

Ikebana-Ausstellung IGS Hamburg


Vom 29. August bis zum 1. September 2013 organisierte der Ikebana-Bundesverband im Rahmen der IGS Hamburg eine Ikebana-Ausstellung. 86 AusstellerInnen aus 8 Ikebana-Schulen präsentierten ihre Werke in den beiden Blumenhallen auf dem Ausstellungsgelände. Halle 1 diente gleichzeitig als Ausstellungsgelände für wechselnde Floristik- und Gartenleistungsschauen, weshalb die Präsentation der Arrangements nicht gerade einfach war. Sogar der Wassergraben der Halle wurde für schwimmende und/oder dem Wasser verbundene Arrangements genutzt. Es ist eine der Stärken der Sogetsu-Schule, die Arrangements mit der Umgebung harmonisch verschmelzen zu lassen. In dieser Halle fanden auch die täglichen Vorführungen statt und der Infobereich des IBV war ebenfalls hier aufgestellt.
Halle 2 präsentierte sich am Montag als fast völlig leeres Areal, keine Idee davon, dass hier am Mittwochabend eine Ausstellung eröffnet werden sollte. Montag und Dienstag dienten der Vorbereitung: Unzählige Podeste (jedes fein säuberlich in einem nummerierten Schuber verpackt) und sonstige Materialien wurden angeliefert, die Stellwände aufgestellt und mit Stoffbahnen bespannt und sonstige Hintergründe angebracht. Einige AusstellerInnen begannen bereits am Dienstagnachmittag mit dem Aufbau ihrer Werke. Der Großteil der TeilnehmerInnen arrangierte aber erst am Mittwoch. Für 17:00 war die interne Eröffnung angesetzt, mit Sekt und Brötchen für die Mitwirkenden und einer Runde durch die fertige Ausstellung, bei der jeder Künstler sein Werk kurz vorstellte.
Die offizielle Eröffnung fand dann am Donnerstagvormittag statt, gefolgt von einer Ikebana-Demonstration von Prof. Shûsui Pointner-Komoda und Ilka Leibing. Die beiden arrangierten gleichzeitig jeweils ein Jiyûka bzw. ein Shôka shinpûtai und arbeiteten dann gemeinsam an einem Rikka shinpûtai. Am Nachmittag gab es dann eine Vorführung der Saga-Goryu-Schule, präsentiert von Meisterin Yoshi Takahashi. Sie zeigte das Pendant ihrer Schule zum Rikka shofûtai von Ikenobô. Der Hauptunterschied ist, dass bei Saga Goryu keinerlei Draht oder sonstige technische Hilfsmittel zum Einsatz kommen dürfen.
Freitag präsentierten sich Kagei Adachi Ryu und Ohara und am Samstag konnten die zahlreichen Zuschauer wunderbare Vorführungen von Koryu Toyukai und nochmals Ohara bewundern. Die beiden Schlussvorführungen am Sonntag waren Ikenobô und Sogetsu gewidmet.
Sonntag um 19:00 begann dann die Demontage der Ausstellung, die Arrangements wurden abgebaut, die Podeste verstaut und die Halle wieder in den tristen Urzustand zurückversetzt. Durch die perfekte Organisation durch die Ausstellungsleitung des IBV verlief der Abbau reibungslos und effizient. Kaum zu glauben, wie schnell die Paletten mit den Podesten wieder bepackt und verstaut waren. OK, lange Jahre an Erfahrung bei unzähligen Bundesgartenschauen hinterlassen ihre Spuren. Trotzdem, ein großes Lob für die perfekte Organisation der gesamten Veranstaltung!
Hier nun einige Impressionen von den Vorführungen und Bilder ausgewählter Arrangements.
Ursula Zembrot, Sogetsu; "Bodensee grüßt Waterkant"
Annelie Wagner, Ohara; Bunjin-bana
Zoo-Lan Lee-Rötter, Ohara; Arrangement im Gedenken an ihre Meisterin
Iemoto Riha Miyamoto & Yuko Costrau, Koryu-Toyokai; Blumenzeremonie
Manfred Fraustadt, Ikenobô, Shôka sanshu-ike
 
 
 
 
  
 
 
 
  

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