Sonntag, 11. November 2012

Wochenendworkshop "Shinpûtai"

Dieser Wochenendworkshop in der ÖGG war geprägt von der intensiven Beschäftigung mit Shôka und Rikka shinpûtai. Zusätzlich fand am Samstag wieder ein Einsteigerworkshop statt.
Ausgestattet mit jeder Menge unterschiedlichen kazais, etliches davon selbst mitgebracht, blieb es den Teilnehmerinnen diesmal selbst überlassen, wie viele Arrangements welcher Stilrichtung sie arbeiten wollten. Die meisten begannen mit Shôka shinpûtai, da dafür "unbehandeltes" Material nötig ist. Außerdem fällt es leichter, ein Shôka zu zerlegen, als ein mühsam zusammengestelltes Rikka wieder in Einzelteile zu zerlegen (und wenn das kazai wiederverwendet werden soll, auch von Draht und Klebeband zu befreien). Nachdem man Shinpûtai nicht nachahmen soll, wurden auch keine Beispielarrangements vorgeführt. Lediglich eine kurze Wiederholung der theoretischen Grundlagen, dann gleich der Sprung ins kalte Wasser und selber überlegen, was gut zusammenpasst und trotzdem Spannung bei gleichzeitiger Harmonie vermittelt. Anfangs wurde noch ein bisschen gestöhnt, gemault und rumgejammert, aber bald kehrte Stille ein, als sich alle auf die Blumen konzentrierten.
Am Samstag gab es dann doch noch praktischen Unterricht, und zwar für die Nachwuchs-Ikebanesinnen, die sich wieder wunderbar schlugen. 2 Moribana-Schulformen und ein natürliches Jiyûka standen für sie auf dem Programm. Im Endeffekt wurden an 1 1/2 Tagen 41 unterschiedliche Arrangements gefertigt, korrigiert und allgemein bewundert. Leider mangelte es an Platz, alle Werke wie in einer Ausstellung zu präsentieren, deshalb wurden Gefäße und auch kazai wiederverwendet. Aber jede Teilnehmerin erhält wieder die Fotos aller Arrangements fein säuberlich zusammengefasst, damit man gleich Anregungen für kommende Werke sammeln kann.
Aus Platz- und Fairnessgründen erscheint hier von jeder Teilnehmerin nur das Bild eines Arrangements, unabhängig davon, wie viel gearbeitet wurde.

 
   

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