Mittwoch, 13. Juni 2012

Wiesenblumenkorb

Beim gestrigen Übungsabend "spielten" wir mit jahreszeittypischen Pflanzen und arrangierten Wiesenblumen im Korb. Diese Spielart des Jiyûka stellt eine Vorbereitung auf das klassische nana-kusa, das "Sieben Gräser-Shôka" dar. Schon beim Sammeln der Gräser und Blumen sollte man ein Gefäß zum sofortigen Einwässern der Pflanzen dabei haben und die Stiele von unnötigen Blättern und kleinen Knospen befreien. Wenn man dann auch nicht unbedingt in der größten Mittagshitze schneiden geht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Blumen gut durchhalten. Ein wenig japanisches "Blumendoping" im Wasser trägt sein Übriges zur Haltbarkeit bei.
Beim Arrangieren sollte man darauf achten, dass die Linien sauber geputzt sind und nur so wenig Blättchen wie unbedingt nötig an den Stielen dran bleiben. Neben der verlängerten Haltbarkeit der Blumen bewirkt das auch ein klareres, eleganteres Endergebnis.
Üblicherweise arbeitet man heutzutage im Oasis, aber wer die "strenge Kammer" bevorzugt, kann auch kubari zur Befestigung benutzen. Vom Aufbau her sollten von jedem Material Linien in unterschiedlicher Höhe vorhanden sein. Wie viele unterschiedliche Pflanzen man verwendet, bleibt jedem selbst überlassen, aber mit mehr als 7 Sorten wirkt das Arrangement dann vollgestopft und überladen. Hat der Korb einen Henkel, dann sieht es gut aus, wenn die Linien diesen nur auf einer Seite schneiden - schließlich weht der Wind über die Wiese und die Pflanzen neigen sich nach einer Seite. Außerdem wird so der Eindruck eines Blumenstraußes vermieden.
Gestern war die Gruppe durch diverse Ausfälle ziemlich geschwächt, aber trotzdem sind wieder ganz entzückende Arrangements entstanden. Für den Wochenendworkshop gibt es dafür - quasi als Ausgleich - schon jede Menge Anmeldungen.

 

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