Montag, 9. Mai 2011

SUI-RIKU-IKE

Sui-riku-ike bedeutet wörtlich übersetzt Wasser-Land-Arrangement. Man versucht, einen Ausschnitt einer Teichlandschaft in der Schale "nachzubauen". Im Vordergrund stehen Wasserpflanzen, während im Hintergrund das jenseitige Ufer des Gewässers mit dem entsprechenden Bewuchs erkennbar ist. Um den Eindruck von "Land" zu verstärken, wird vor den Landpflanzen ein Stein positioniert. Dies ist der einzig erlaubte Einsatz nonfloralen Materials im traditionellen Shôka.
Ein sui-riku-ike kann das ganze Jahr über arrangiert werden, wobei man auf das charakteristische Wachstum der verwendeten Pflanzen Rücksicht nehmen muss. Sieht man sich z. B. eine Irispflanze genauer an, wird man feststellen, dass sich die Erscheinungsform je nach Jahreszeit ändert. Im Frühling sind die Blüten noch tief zwischen den Blättern versteckt, während im Hochsommer und Herbst die Blüten hoch über dem Laub stehen.
Iris sind zwar die am Häufigsten verwendeten Wasserpflanzen im sui-riku-ike, genauso können aber auch Dotterblumen, Calla oder sogar See- und Teichrosen verwendet werden.
Ich bin schon gespannt, wie die Ergebnisse des morgigen Übungsabends aussehen. Wir werden vermutlich eine Vielzahl unterschiedlicher Landpflanzen zu Gesicht bekommen, während viele der Teilnehmerinnen mit Iris als Wasserpflanzen arbeiten werden. Fotos folgen so bald als möglich.

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