Dienstag, 12. April 2011

Bilder vom Tulpen-Shôka



Der frühmorgendliche Besuch am Blumengroßmarkt hat sich gelohnt - wunderbar frische, weiße Tulpen von der Gärtnerei Koll haben den Weg zum Übungsabend gefunden. Lang genug für ein Shôka, knospig und vor Allem mit großteils schönen Blättern.
Der Nachteil von Bundware vom Gärtner ist, dass die Blumen meist mit Gummiringerl eng zusammengeschnürt werden, dadurch leiden natürlich die äußeren Blätter. Wir stoßen oft auf Unverständnis, wenn wir Blumen nicht nur nach Blütenfarbe und -größe, sondern vorzugsweise nach der Qualität der Blätter aussuchen. Im Blumenstrauß sind zu viele Blätter hinderlich, aber beim Ikebana soll man die Schönheit der gesamten Pflanze zur Geltung bringen und da zählen nun mal die Blätter mit dazu. Was nützen die prachtvollsten Blüten, wenn sie auf einem nackten Stiel sitzen.

Die Aufgabenstellung des Übungsabends war ein Shôka mit 5 oder 7 Fußpositionen, darunter 2 Blüten. Wie man an den Bildern sieht, sind trotz gleichem Material völlig unterschiedliche Arrangements entstanden. Das liegt nur zum Teil an den verschiedenartigen Vasen. Jede Blume für sich ist einzigartig, keine gleicht der anderen. Dazu kommt noch, dass es trotz der relativ strengen Formvorschriften dieses traditionellen Arrangements doch genügend Spielraum für Variationen gibt. Das erste Bild in der Reihe zeigt die "Vorlage" , nach der wir versucht haben, nachzuarbeiten. Je nach Ausbildungsstand der Damen ist das wirklich gut gelungen.

Nach Ostern treffen wir uns wieder, dann beschäftigen wir uns mit einem Miniatur-Jiyûka.

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