Mittwoch, 15. Februar 2017

Palmkätzchen verbiegen


Shōka shōfūtai mit Weidenkätzchen – das bedeutet vor Allem biegen, biegen, biegen. Nachdem wir schon eine ganze Weile kein holziges Material mehr für Shōka zur Verfügung hatten, bot dieser Übungsabend wieder einmal die Gelegenheit, die korrekte Form zu üben. 
Jede der Damen hatte 8 Palmkätzchen und 4 knallrote Tulpen (mit erstaunlich guten Blättern) zur Verfügung, um daraus ein Shōka shōfūtai nishu-ike zu fabrizieren. Die meisten waren relativ schnell fertig, denn was sind schon die paar Linien, die da in den kenzan gestopft werden sollten. 
Nun, die erste Korrekturrunde war ebenso schnell vorbei: kein oder viel zu schwach ausgeprägter koshi, danke, setzen und nochmal versuchen. Auf einmal wurde es ziemlich ruhig und man hat gemerkt, dass es doch nicht so einfach ist, ein annehmbares Linien-Shōka zu arrangieren.

Bei der zweiten Runde lief es dann schon wesentlich besser. Meist wurde der kurze soe-ashirai gegen ein dickeres Exemplar mit mehr "Holzcharakter" getauscht oder eine zusätzliche Verbindungslinie zu den Tulpen reklamiert. Aber alles in allem konnten sich die fertigen Arrangements sehen lassen. 
Jetzt wo die Damen wieder mit der Materie "warm geworden" sind, kann der Wochenendworkshop zum Thema "Blütenzweige" kommen. Nach diesem Übungsabend erinnern sich alle wieder daran, was es heißt, Blütenzweige zu einem Shōka zu verarbeiten. 
Mit den Tulpen gab es diesmal keine Probleme, die Blüten waren schön klein und die Blätter relativ stabil. Ausnahmsweise mal ein Glücksgriff. 
Neben dem Shōka gab es noch ein natürliches Jiyūka, ebenfalls mit Palmkätzchen und Tulpen, aber mit ein wenig zusätzlichem Limonium aufgehübscht.

 

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