Donnerstag, 30. Juli 2015

Gladiolenschlacht


Bei unserem Juli-Meeting – während der Sommermonate gibt es leider keine regulären Übungsabende, wir treffen uns lediglich einmal im Monat in der ÖGG – stand die Gladiole im Mittelpunkt. Durch Hitze und Trockenheit waren die Exemplare am Feld diesmal sehr zart, aber beinahe etwas zu kurz. Trotzdem konnten wir damit Jiyūka und auch Shōka isshu-ike arrangieren.
Die kleinen Blüten waren sehr gut geeignet, elegante Arrangements zu fertigen. Üblicherweise wirkt ein Ikebana mit Gartengladiolen recht wuchtig, was an den üppigen Blüten liegt. Auch die Blätter sind meist ziemlich dick und kräftig, was es erschwert, schwungvoll zu arrangieren. Die zarten Wildgladiolen sind leider sehr schwer zu kriegen.
Urlaubsbedingt war unser Treffen diesmal nicht so stark besucht wie üblich. Dadurch konnte aber ausführlicher auf die Teilnehmerinnen eingegangen werden. Eine der Damen arbeitete ein wunderbares Shōka nishu-ike mit Schafgarbe und Ballonblumen. Die Blumen waren dieses Jahr in ihrem Garten besonders prächtig gewachsen, deshalb nutzte sie die Gelegenheit. Eine weitere Teilnehmerin bereitete das Grundgerüst für ein klassisches Arrangement vor, das sie am kommenden Tag in Deutschland vollenden wollte.
Die anderen Damen beschäftigten sich mit den Gladiolen. Nach dem "Ausziehen" und Sortieren der Blätter wurden die Blüten für die Arrangements ausgesucht. Das Jiyūka wurde zweifarbig gestaltet, während für das Shōka nur Blüten in der gleichen Farbe verwendet wurden. Beim Jiyūka entschieden wir uns für die aufstrebende Variante, die wirkt natürlicher als eine Form mit stark geformten Blättern, die einen sehr windigen Tag ausdrückt. Beim Shōka reichte die Bandbreite von 2 bis 5 Blüten.

 

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