Sonntag, 4. August 2013

Wochenendworkshop ÖGG

Trotz brütender Hitze - die wir dank Klimaanlage im Übungsraum nicht allzu sehr spürten - trafen wir uns am Freitag und Samstag in der ÖGG, um spezielle Hochsommer-Arrangements zu erarbeiten. Wir hatten geplant, uns am Freitag einem modernen Shôka nana-kusa (7-Gräser-Arrangement) anzunähern, einer ziemlich komplizierten Sonderform des Shôka shofûtai. Mithilfe von 7 unterschiedlichen Pflanzen sollte der Eindruck einer Sommerwiese mit vielen Blumen und gesäumt von Buschwerk entstehen. Die Schwierigkeit liegt darin, die vielen Einzelpflanzen zuerst in die Shôka-Form zu bringen und dann auch noch Harmonie zu erzielen. Der Samstag war denn anderen Shôka- und Jiyûka-Formen gewidmet.
Da wir die Originalmaterialien für ein traditionelles nana-kusa nicht auftreiben konnten, haben wir die moderne Variante gewählt. Einmal über eine Wiese gehen und Kümmel, wilde Karotte und Ackerwinde (oder eine andere Schlingpflanze) abschneiden, dazu noch Zweige von kleinblättrigen Büschen und Miscanthus aus dem Garten, schon hat man einen Großteil der Pflanzen beisammen. Vom Großmarkt noch Bartnelken und Eustoma, damit ein bisschen Farbe ins Arrangement kommt, und schon kann man alles in den Blumenigel stopfen - Pardon, ein modernes Shôka damit arrangieren.
Wider Erwarten hat das weitaus besser geklappt als gedacht. Für einen Großteil von uns war das der erste Versuch, so viele Materialien miteinander zu kombinieren. Natürlich kommen wir bei Weitem nicht an die Vorlagen in den Büchern heran, aber zumindest die Form des nana-kusa war erkennbar und die Werke ließen sich nicht mit kreativen Was-auch-immer verwechseln.
Für diejenigen unter uns, die sich noch nicht an das nana-kusa wagten, stand ein "normales" Shôka maze-ike auf dem Programm.

 
 

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