Mittwoch, 9. Januar 2013

Jiyûka zum Jahresbeginn

Gestern begrüßten wir das neue Ikebanajahr mit einem Jiyûka, das Elemente des traditionellen Neujahrsarrangements - shô-chiku-bai - und andere Glück verheißende Symbolpflanzen enthalten sollte. Ein shô-chiku-bai besteht aus Kiefer, Bambus und vorgetriebener Winterpflaume und steht für langes, erfolgreiches Leben und die Fähigkeit, sich gegen Widrigkeiten zu behaupten. Die Kiefer als immergrüne Pflanze symbolisiert das Leben schlechthin, der Bambus als Gras breitet sich schnell aus und besiedelt erfolgreich neue Gebiete und die Winterpflaume trotzt Eis und Schnee und treibt aus knorrigen Ästen frische, zarte Blüten.
Da wir das Jahr gemütlich und nicht gleich mit einem komplizierten klassischen Shôka beginnen wollten - das blüht uns spätestens bei den kommenden Workshops - haben wir uns für Jiyûka entschieden. Winterpflaume ist bei uns nicht erhältlich, also sind wir auf andere Blütenzweige ausgewichen. Ein zusätzliches glückbringendes Element sind rote Beeren, die für Reichtum stehen (wer kann den nicht gebrauchen). Ursprünglich sind es die Beeren von nanten (Nandinia, auch Heavenly Bamboo genannt) und omoto (Rhodea japonica, ein Aronstabgewächs). Wir haben uns mit Hagebutten, Ilex und Hypericum begnügt. Um ein wenig Farbe ins Spiel zu bringen und um den Frühling herbeizurufen, haben wir teilweise Frühlingsblumen benutzt. Einige von uns betonten auch den festlichen Charakter des Arrangements und verwendeten "edle" Blumen in Kombination mit den Symbolpflanzen.
Jedenfalls hatten wir viel Spaß beim Arrangieren und haben somit das neue Ikebanajahr gebührend begrüßt. Möge es erfolgreich weitergehen.

 
  
 

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