Mittwoch, 22. Juni 2011

Ausstellung VHS Simmering

Bereits zum zweiten Mal durften wir am 7. Juni 2011 unsere Arrangement in den Räumlichkeiten der neuen VHS Simmering präsentieren. Bedauerlicherweise waren wir durch Krankheitsfälle schwer dezimiert. An dieser Stelle die besten Genesungswünsche an die Betroffenen.
Trotzdem, und auch gegen die herrschende Hitze ankämpfend, fanden wir uns in bester Laune im Kreativraum der VHS zum Arrangieren ein. Ein kleines Moribana, aufgestellt bei der Rezeption, erfreute Mitarbeiter und Besucher gleichermaßen.
Hilde zauberte ein tolles Jiûka in einer hohen Vase, sowie ein Shôka shinpûtai.
Der Wiesengruß im Körbchen von Christa wurde von den Besuchern begeistert kommentiert. Das arrangierte Jiyûka war aufgrund der widerspenstigen Blumen nicht leicht fertigzustellen.
Das Pfingstrosen-Arrangement - ein Moribana - von Rosa-Maria erwies sich als echter Hingucker und ihr Shôka shinpûtai war aus zierlichen Blumen gefertigt.
Mein Shoka shofuati war wegen der kräftigen, festen Stiele des Rittersporns nicht leicht zu arrangieren.
Zu unserem Bedauern war der Sinn der Ausstellung (neuer Kurs in der VHS) aufgrund der misslungenen Werbung seitens der VHS nicht zu erfüllen.
Aber wir sehen es sportlich positiv: Dabeisein ist alles....

Leider gab es Probleme mit der Kamera, deshalb sind leider keine Bilder verfügbar.

Verfasserin: Karin Podany

Meisterseminar in München

Das Auto vollgepackt bis Oberkante Unterkiefer machten wir uns zu viert auf den Weg von Wien nach München. Ziel war Schloß Fürstenried, wo wir an einem Meisterseminar mit Ikenobô-Visiting Professor Manabu Noda teilnehmen wollen. Vor uns liegen 4 interessante, aber auch anspruchsvolle Tage voll mit Ikebana. Der erste Tag dient dem sanften "Einstieg", auf dem Programm stehen Shôka shofûtai sanshu-ike und als Kontrastprogramm dazu Shôka shinpûtai. Die OrganisatorInnen haben wieder einmal eine logistische Meisterleistung vollbracht: Material für 41 Personen musste ausgewählt, bestellt, geliefert und dann auch noch versorgt werden. Fleissige Heinzelmännchen verteilen jeden Abend die Blumen für den nächsten Übungstag und verpacken sie auch noch liebevoll in Zeitungspapier. Bei Kursbeginn braucht man sich nur noch ein Päckchen nehmen und hat das gesamte kazai für den Tag in Händen. Für unser "Einstiegsarrangement" haben wir Sommerrittersporn, Irisblätter, rosa-weiße Eustoma und Spirea zur Verfügung, dazu kommen noch Ammi, Cordyline-Blätter und pinkfarbene Mininelken für das Shôka shinpûtai. Professor Noda zeigt uns während des theoretischen Unterrichts seine Vorstellung davon, wie man die vorgegebenen Arrangements mit dem vorhandenen kazai umsetzen könnte. Dann weist er aber ausdrücklich darauf hin, dass wir seine "Vorlagen" nicht kopieren dürfen, sondern die Blumen auf uns wirken lassen und dann unsere eigenen Ideen umsetzen sollen. Wie man sieht, sind völlig unterschiedliche Werke entstanden:

Arrangements von Prof. Noda


Unsere Vorstellungen von Shôka sanshu-ike ....


.... und Shôka shinpûtai.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Übungsabend 14. Juni 2011

Eigentlich war für diesen Übungsabend ein Shôka shofûtai isshu-ike mit Pfingstrosen geplant. Der warme Mai hat uns allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht, weshalb wir schlussendlich mit Eisenhut vorlieb nehmen mussten. Lediglich eine Teilnehmerin hatte noch einige spätblühende Pfingstrosen im Garten auftreiben können.

Da Eisenhut eine straffe, aufrecht wachsende Pflanze ist, die man leider schwer bis gar nicht biegen kann, arbeiteten wir ein schlankes shin-Form-Shôka. Trotz (oder gerade wegen) der Rigidität der Pflanze entstanden elegant-vornehme Arrangements. Die stärker bewegten Pfingstrosen wurde als gyo-Form gearbeitet. Speziell durch die Blätter wirkt das Arrangement schwungvoller und ein wenig verspielter.

Sonntag, 12. Juni 2011

Ein Wochenende in Graz


Was macht man an einem langen Wochenende in Graz? Als eifrige und lästige Schülerin bekniet man natürlich die ortsansässige Ikebana-Lehrerin ... und wird erhört! Eine "Nachhilfestunde" ist angesagt. Am Plan steht ein Arrangement, wohlgemerkt, eines. Dann besucht man den Markt, diverse Blumengeschäfte, noch einmal den Markt, und auf einmal hat man sooo viel Material! Johanna Buggel betritt den Raum und bleibt überraschend ruhig. "Na, da fangen wir gleich mit den Pfingstrosen an, los, los." Und dann machen wir noch etwas mit den wunderschönen Glockenblumen und der Enzian muss auch noch verarbeitet werden... Und zum Schluss haben wir drei Shôka arrangiert! Mit einem Material (isshu-ike), eines mit zwei (nishu-ike) und eines mit drei (sanshu-ike). Johanna, ich danke Dir vielmals für die mitgebrachten Zweige, die viele Mühe mit mir und besonders für Deine Zeit! Es war toll!


Montag, 30. Mai 2011

Ausstellung in Hirschstetten

Von Donnerstag bis Sonntag wurde in den Blumengärten Hirschstetten unter dem Titel "Flower Power" der Beginn der Sommererlebnistage gefeiert. Wir beteiligten uns daran mit einer kleinen, aber feinen Ikebana-Ausstellung im Glashaus. Leider waren wir vom Wetter nicht sehr begünstigt. Am Freitag überflutete ein heftiger Wolkenbruch das Glashaus zentimeterhoch und die durch die Lüftungsklappen eindringenden Wassermassen durchweichten das gesamte Infomaterial und die Arrangementbeschreibungen. Aber die Blumen haben die Dusche unbeschadet überstanden. Der regnerisch-kühle Samstag brachte auch nur sehr wenige Besucher, aber am Sonntag lockte das nun wieder traumhafte Frühsommerwetter viele Schaulustige auf das Gelände.







Donnerstag, 26. Mai 2011

Moribana suitai







Beim letzten Übungsabend haben wir uns mit einem Moribana suitai, der hängenden Form, beschäftigt. Dabei gilt: sobald sich nur ein Blättchen der Hauptlinie unter dem Vasenrand befindet, handelt es sich um eine suitai-Form.

Bei der Materialauswahl sollte man auf bogig überhängend oder sehr flach gewachsene Zweige achten, damit sich diese problemlos im kenzan befestigen lassen. Schneidet man einfach einen irgendwie runterhängenden Ast ohne gebogener Ansatzstelle wird man feststellen, dass der sich im Blumenigel nicht wachstumsgerecht feststecken lässt.

Die hängende Form ist sowohl im Moribana als auch im Nageire nicht unbedingt beliebt, denn es ist nicht so trivial, ein harmonisches Ganzes zu erzielen. Ein kleiner Tip am Rande: als optisches Gegengewicht zur hängenden Hauptlinie unbedingt eine aufsteigende Linie verwenden.

Dienstag, 17. Mai 2011

Willkommen!

Beim letzten Workshop durften wir eine Neu-Ikebanesin begrüßen. Sie hat ganz toll gearbeitet und ihre drei Arrangements sind wunderbar gelungen. Schale, Kenzan, Schere, Geduld und Spucke (und natürlich Küchenrolle) genügten für den Anfang - schon konnte es losgehen. Nicht alle Pflanzen lassen sich beim ersten Versuch gleich willig im Kenzan befestigen. Da gilt es, nicht den Mut zu verlieren, und Augen auf und durch, und plötzlich klappt es.

Leises Seufzen ab und an gehört dazu und ist absolut ok. Haben wir anderen vorbildlich demonstriert ;-). Unsere Lehrerin hat ganz tolle Zweig- und Blumen-Kombinationen gewählt, für die "Fortgeschrittenen" waren daher auch interessante Anregungen für zukünftige Arrangements dabei. Daheim, das habe ich aus zuverlässiger Quelle, haben die drei Gestecke großen Anklang gefunden - sehr fein!


Sonntag, 15. Mai 2011

Rikka-Workshop

Am Freitag und Samstag gab es in der ÖGG einen Intensiv-Workshop zum Thema Rikka shofûtai mit vorwiegend krautigem Material (kusa-mono). Der Freitag war für Theorie und Vorführung des Beispielarrangements reserviert, am Samstag wurde dann fleißig am eigenen Werk gebastelt. Zusätzlich gab es einen Moribana-Einführungskurs für Anfänger.
Die Teilnehmerinnen - in unterschiedlichen Ausbildungsstadien, vom relativen Neuling bis zum Beinahe-Profi - versuchten, die "Vorlage" möglichst getreu zu kopieren bzw. einen Eigenentwurf umzusetzen. Das Pflanzenmaterial ist zwar für alle "Nachahmer" gleich, aber natürlich gibt
es keine absolut identische Blumen und Zweige. Deshalb sieht auch die exakteste Kopie immer ein wenig anders aus als die Vorlage. Aber genau das macht doch den Reiz des Ikebana aus - man lässt sich auf die Pflanzen ein und versucht, im Rahmen der Regeln etwas Eigenes zu schaffen.
Das größte Augenmerk wird auf den korrekten Verlauf der Linien und die Höhe der jeweiligen Abgänge gelegt. Sobal
d das Grundgerüst steht, folgt die Feinarbeit: Blätter werden in Form gestreichelt, Stiele in die richtige Position gerückt und Überstehendes wird zurechtgeschnippelt. Dann noch ein letzter prüfender Blick und gespanntes Warten auf die Korrektur - halten sich die Änderungswünsche in Grenzen oder muss vieles zerlegt und geändert/neu gemacht werden? Da auf gröbere Fehler bereits während des Aufbaus hingewiesen wurde, waren die Endkorrekturen nicht allzu aufwändig. Trotzdem - wir starteten um 9:30 und das letzte Arrangement verließ den Übungsraum gegen 18:45. Ich denke, dass alle Teilnehmerinnen mit ihren Werken sehr zufrieden waren.
Und hier noch die Ergebnisse eines intensiven Workshops:
die "Vorlage"

und die "Kopien"


Mittwoch, 11. Mai 2011

Bilder vom Übungsabend

Beim gestrigen Übungsabend sind recht unterschiedliche Arrangements entstanden. Bei zwei der sui-riku-ike wurde der Stein weggelassen, da vor den Zweigen Schilf bzw. Rohrkolben stehen. Diese Pflanzen wachsen im Sumpfbereich, deshalb ist der Übergang zum festen Land fließend und es ist kein Stein nötig.


Montag, 9. Mai 2011

SUI-RIKU-IKE

Sui-riku-ike bedeutet wörtlich übersetzt Wasser-Land-Arrangement. Man versucht, einen Ausschnitt einer Teichlandschaft in der Schale "nachzubauen". Im Vordergrund stehen Wasserpflanzen, während im Hintergrund das jenseitige Ufer des Gewässers mit dem entsprechenden Bewuchs erkennbar ist. Um den Eindruck von "Land" zu verstärken, wird vor den Landpflanzen ein Stein positioniert. Dies ist der einzig erlaubte Einsatz nonfloralen Materials im traditionellen Shôka.
Ein sui-riku-ike kann das ganze Jahr über arrangiert werden, wobei man auf das charakteristische Wachstum der verwendeten Pflanzen Rücksicht nehmen muss. Sieht man sich z. B. eine Irispflanze genauer an, wird man feststellen, dass sich die Erscheinungsform je nach Jahreszeit ändert. Im Frühling sind die Blüten noch tief zwischen den Blättern versteckt, während im Hochsommer und Herbst die Blüten hoch über dem Laub stehen.
Iris sind zwar die am Häufigsten verwendeten Wasserpflanzen im sui-riku-ike, genauso können aber auch Dotterblumen, Calla oder sogar See- und Teichrosen verwendet werden.
Ich bin schon gespannt, wie die Ergebnisse des morgigen Übungsabends aussehen. Wir werden vermutlich eine Vielzahl unterschiedlicher Landpflanzen zu Gesicht bekommen, während viele der Teilnehmerinnen mit Iris als Wasserpflanzen arbeiten werden. Fotos folgen so bald als möglich.