Posts mit dem Label shinpûtai werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label shinpûtai werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 29. Oktober 2025

Shōka shimpūtai

Eigentlich hatten wir befürchtet, dass nach den intensiven Tagen des European Member Workshops beim Übungsabend Flaute herrschen würde, aber das Gegenteil war der Fall. Wir waren voll belegt und die Damen und Herren (mittlerweile sind es bereits 3!) beschäftigten sich entweder mit Shōka shimpūtai mit selbst mitgebrachten Materialien oder mit Freestyle. 

Da beim Workshop doch einiges an Pflanzen übriggeblieben ist, konnten wir für das Shimpūtai aus dem Vollen schöpfen und mussten nicht selbst auf die Jagd gehen. Auch beim Freestyle konnten wir teilweise auf Übriggebliebenes zurückgreifen, lediglich ein paar zusätzliche frische Blumen waren vonnöten. 

Die Shimpūtai-Arrangements waren wieder sehr vielfältig und es war schön zu sehen, dass die Hinweise von Prof. Moribe hinsichtlich der eingegrabenen kenzan und der schönen mizugiwa beherzigt und gleich umgesetzt wurden. 
Bei den Freestyle-Arrangements des Nachwuchses gab es nicht so viele Variationen, das lag aber auch darin begründet, dass wir alle sehr ähnliche Gefäße verwendet haben und das Material nicht so viele Anordnungsalternativen zuließ. 
Ausnahmen bildeten natürlich die Damen, die eigenes Material mitbrachten. Auch die Hausübungen, die hoffentlich nach und nach eintrudeln werden, sollten ein paar neue Materialkombinationen mit sich bringen.



Mittwoch, 15. Januar 2020

Ikebana in Rot - Weiß - Grün

Für das erste Ikebana im neuen Jahr verwendeten wir diesmal keine traditionellen Materialien wie Kiefer, Bambus und blühende Pflaume. Stattdessen stand ein Arrangement freier Wahl in den Farben Rot – Weiß – Grün auf dem Programm. 
Vorgabe war noch, dass der Ausdruck eher festlich sein sollte, was entweder durch entsprechende Gefäße oder üppigeres Arrangieren erzielt werden kann. 

Für diejenigen, die das Überraschungspaket gebucht hatten, gab es kleine dunkelrote Gerbera (durch die langen Stiele hingen die Blüten noch etwas herab, aber über Nacht haben sie sich dann erholt), Paperwhite-Tazetten mit schönen Blättern, Bartnelkenbällchen und Lederfarn. 
Die Materialzusammenstellung ermöglichte eine breite Palette an Variationen, angefangen von der Materialqualität, die im Mittelpunkt steht (Punkt, Linie, Fläche, Masse), über die Fußposition bis hin zur Ausrichtung des Arrangements (aufrecht, geneigt, horizontal). 

Bei den Fußpositionen blieben die meisten bei der engen Form und auch die Linie wurde als Materialqualität bevorzugt. Aber es gab sehr wohl Variationen, auf welcher Blumenart der Fokus liegen sollte. 
Unter den selbst mitgebrachten Materialien dominierten Anthurien und Amaryllis und es wurden neben Freestyle-Arrangements auch zwei Shōka shinpūtai arrangiert. 

Der Saal war wieder außergewöhnlich gut besetzt und es kamen zwei neue Damen zum Schnuppern vorbei. Bleibt zu hoffen, dass der Trend anhält und sich über das Jahr hin stabilisiert. 
Fotos gibt es von beinahe allen Arrangements, das eine oder andere zieht es aber immer mal vor, anonym zu bleiben.

  
 

Mittwoch, 11. Januar 2017

Ikebana zum Jahresbeginn


Ein festliches Ikebana – wahlweise Jiyūka oder Shōka – mit Blütenzweigen und Kiefern sollte als erstes Ikebana im neuen Jahr arrangiert werden. 
Die Damen haben dafür schon rund um den 21. Dezember Zweige geschnitten und vorgetrieben. Als "Notnagel", falls es mit der Treiberei Schwierigkeiten gegeben haben sollte, gab es zusätzlich Zierquitten vom Blumengroßmarkt. Dazu auch noch einige Blumen, Anemonen, Hypericum und Waxflower für Jiyūka und Eustoma für Shōka. 
Kiefern steuerten einige der Teilnehmerinnen selbst bei. Zusätzlich besorgte ich noch waka-matsu im Zuge eines kleinen Ausflugs ins verschneite Waldviertel. Dort gibt es einige Stellen, an denen Nordmanntannen und Kiefern gemeinsam gedeihen und deren untere Äste im Winter abgeschnitten werden, damit schöne Hochstämme entstehen. Ein Glück für uns, denn dadurch muss man keinen Waldfrevel begehen, sondern kann einfach das Schnittgut einsammeln.

Trotz einiger grippebedingter Ausfälle war der Übungsabend sehr gut besucht. Die meisten Damen werkelten an Jiyūka, aber auch Shōka shinpūtai und Shōka shōfūtai sanshu-ike waren vertreten. Die drei Shōka shōfūtai setzten die Kiefer an verschiedenen Stellen ein: Einmal waka-matsu als shin/mae-ashirai, ein Arrangement mit Kiefer als soe und in der dritten Variante kam matsu als tai-oku zur Geltung.

Es war ein angenehmer Start ins neue Jahr, nicht gleich ganz super streng (das kommt sicher noch bei den traditionellen Arrangements, beispielsweise beim Denka mit Tazetten im Februar), sondern heiter und teilweise auch verspielt. Also dann, auf ein erfolgreiches und interessantes 2017!