Durch die Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen sieht die Natur bereits sehr herbstlich aus. Viele Sträucher und Bäume werfen ihr Laub ab oder tragen nur noch verdorrte Blätter. Der Miscanthus ringelt die Blätter bereits ein, bevor er noch Wedel geschoben hat, bzw. kommen die bereits aufgeplustert zum Vorschein. Blumen sind viel niedriger und tragen kleinere Blüten als üblich und generell ist (außer in kräftig bewässerten Gärten) fast nicht Grünes mehr zu finden.
In solchen Situationen ist es dann doch praktisch, Großhändler zur Hand zu haben, bei denen es zumindest noch ein halbwegs vernünftiges Sortiment gibt. Auch wenn man den ökologischen Aspekt dann besser nicht zu sehr hinterfragt.
Trotz all der Schwierigkeiten fand sich dann doch noch passendes Material für unser Arrangement. Auf dem Programm stand Shōka maze-ike, eine Sonderform des Shōka shōfūtai. Wir arbeiteten mit Wiesenknopf und Helenium und zum besseren Verständnis wurden sowohl ein 'normales' Shōka nishu-ike als auch ein maze-ike vorgeführt. So konnten Unterschiede und Gemeinsamkeiten Seite an Seite verglichen werden.
Maze-ike wird grundsätzlich nur im Spätsommer/Herbst gearbeitet, und zwar mit kusa-mono. Wenn man sanshu-ike arrangiert, ist die Verwendung von einer Art tsuyo-mono gestattet. Kimono hingegen ist verpönt, da es den Eindruck einer Wiesenlandschaft stören würde.
Das Grundprinzip von maze-ike liegt darin, dass mehr oder weniger komplette Shōka aus jedem der Pflanzenmaterialien gearbeitet werden, die dann in einem Gefäß hintereinander aufgestellt werden. Die Stiele stehen sortenrein in Gruppen, während sich die Pflanzenspitzen vermischen. Da es zwischen den Pflanzenarten eine Größenabstufung gibt, entsteht eine bunte Mischung, die sich von oben nach unten hinzieht.
Wer lieber Freestyle arrangierte, konnte ebenfalls auf ein Großmarktpaket zurückgreifen (Montbretien, Wiesenknopf und Tanacetum) oder aber selbst auf die Suche gehen.
Hier nun die (leider unvollständige) Fotostrecke des Treffens. Es gibt immer wieder TN, die das Fotografieren vergessen oder ihr Werk nicht im Blog zeigen wollen. Lassen wir uns überraschen, welche Hausübungen noch eintreffen werden.

























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