Freitag, 14. Oktober 2016

Monatstreffen Ikebana International


"Freude über die Farben des Herbstes" – so lautete das Thema des Oktober-Treffens von Ikebana International Vienna Chapter #223. Und dementsprechend bunt und herbstlich gestalteten sich die Arrangements, die vorwiegend von Mitgliedern der Sogetsu-Schule gestaltet wurden. 
Da gab es wunderbar verfärbte (Ahorn-)Zweige, knallig-orange Lampionblumen, Sonnenblumen und Chrysanthemen in allen möglichen Farben, Formen und Größen. 
Dazu noch fruchttragende Zweige wie Hagebutten, Zieräpfel und Cotoneaster, sowie Samenstände. Alles in Allem ein Sammelsurium herbstlicher Impressionen. 
Auch die Art des Arrangierens war sehr divers. Von der einfachen Ranke mit nur wenigen Blättern bis zu üppigen Gestecken war alles vertreten. 
Mal standen die verfärbten Blätter im Mittelpunkt, dann wieder die Linie oder auch die Farb- und/oder Formharmonie zwischen Gefäß und Pflanze. 

Die Studiogalerie war sehr gut besucht, so gut wie alle Plätze waren besetzt. Man könnte sagen, es war beinahe überfüllt. Daran kann man erkennen, wie anziehend das Thema Herbst wirkt, der letzte Höhepunkt der Natur vor dem Winter, bevor die Phase der Regeneration einsetzt. 
Mein Beitrag war ein Jiyūka mit Schwerpunkt Fläche aus einer Sonnenblume, Blättern von Veitchii und wildem Wein in verschiedenen Verfärbungsstadien, einigen Hypericum-Beeren und, als Kontrast und gleichzeitig in Abstimmung mit dem Muster der Vase, weißen Eustoma.

 
 
  
   
 
 

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Ikebana im Hängegefäß


Kake-bana, ein Arrangement in einem Hängegefäß, war diesmal der Schwerpunkt unseres Übungsabends in der ÖGG. Obwohl man sowohl Rikka als auch Shōka auf diese Art arrangieren kann, haben sich doch alle Teilnehmerinnen für ein Jiyūka entschieden. 
Wir haben übrigens wieder Verstärkung unserer englischsprachigen Fraktion erhalten: Zwei Ladies besuchten uns, um in die Welt des Ikebana hinein zu schnuppern. Gleich vorneweg, sie haben sich sehr geschickt angestellt und sie hatten Freude an ihren Ergebnissen. 

Doch zurück zum kake-bana. Da nicht alle von uns ein Hängegefäß besitzen, konnte alternativ in einer schlanken Vase gearbeitet werden. Das hat die Sache auch deswegen erleichtert, weil wir nur ein suna-bachi mitbringen mussten, um die fertigen Arrangements zu präsentieren. Außerdem ist es wesentlich einfacher, in einem fest auf dem Tisch stehenden Gefäß zu arbeiten, als mit einer wackeligen Hängekonstruktion zurechtkommen zu müssen. 
Diejenigen Damen, die auf kazai vom Großmarkt zurückgriffen, konnten Craspedia (Goldsticks), hübsche rote Nelken mit einfacher Blüte, weiße Freesien und Hypericum als Füllmaterial verarbeiten. 
Sowohl die Craspedien als auch die Freesien konnten als Linienmaterial eingesetzt werden, um dem Arrangement Richtung zu geben. Je nachdem, wie stark diese Linien gebogen wurden, veränderte sich der Eindruck des Jiyūka von seitlich-ausschwingend bis leicht hängend. 
Nelken und Freesien vermittelten mit ihren klaren und leuchtenden Farben einen starken Ausdruck, der trotz der Zartheit des Materials auch in Kombination mit kräftigeren Elementen nicht unterging.
Wer selbst kazai mitbrachte, fing die Jahreszeit mit verfärbten Blättern, fruchtenden Zweigen und Herbstblumen wunderbar ein.

Ein Arrangement konnte sich leider dem Fotografiert werden entziehen.
 
 
 

Sonntag, 2. Oktober 2016

Lange Nacht der Museen 2016


Es war vermutlich der letzte Beitrag, den wir im Gartenbaumuseum zur diesjährigen Langen Nacht der Museen leisteten – gerüchteweise nimmt das ÖGM 2017 nicht mehr an dieser Veranstaltung teil. 

Also rafften sich 5 Damen auf und bespielten den uns zugewiesenen Bereich im Obergeschoß gleich neben der Ausgabestelle für die Tombola. Eigentlich ein guter Platz, da fast alle Besucher Lose kauften und beim Abholen den Gewinne zwangsläufig an unseren Arrangements vorbeikommen mussten. 
Wie bei solchen Veranstaltungen mit Massenauflauf und wenig Aufsicht üblich, verwendeten wir robuste Gefäße und arrangierten mit unempfindlichem kazai. Schließlich schauen viele Leute immer noch mit den Fingern – und das trotz der aufgestellten "Bitte nicht berühren"-Schilder. 
Die heikleren Vasen bzw. ausladenderen Arrangements stellten wir in die beiden Vitrinen, wo sie einigermaßen geschützt waren. Die anderen Werke präsentierten wir auf den Tischen. 
Neben einem Shōka shinpūtai entstanden ein natürliches Jiyūka im Körbchen, zwei kreative Jiyūka und eine Jiyūka-Kombination in drei Gefäßen. 

Das Gebäude selbst und der Schulgarten waren wie jedes Jahr stimmungsvoll beleuchtet und mehrere Feuerstellen sowie unzählige Kerzen in Laternen sorgten für ein romantisches Ambiente. 
Beim kulinarischen Angebot stachen diesmal die frisch frittierten Gemüsechips ins Auge, die reißenden Absatz fanden. 

Obwohl unsere kleinen Ausstellungen in den vergangenen Jahren keine neuen Mitglieder brachten, war es uns trotzdem immer ein Vergnügen, die ÖGG zu repräsentieren. Irgendwie wird uns diese Veranstaltung fehlen. Aber vielleicht ist das letzte Wort doch noch nicht gesprochen….