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Freitag, 24. Januar 2025

Monatstreffen Ikebana International

Diesmal habe ich es endlich wieder geschafft, persönlich beim Monatstreffen von Ikebana International in der Studiogalerie aufzutauchen. Auf dem Programm stand ein Thema aus dem Sōgetsu-Curriculum, und zwar 'Unkonventionelles Material – als Objekt oder mit Pflanzen kombiniert'. 
Damit konnte ich im ersten Moment einmal überhaupt nichts anfangen und erst Rücksprache mit unserer Präsidentin brachte etwas Licht in die Angelegenheit.

Ikenobō verwendet im Freestyle zwar ebenfalls nonflorales Material, aber nie alleine, sondern immer nur als Unterstützung der Pflanzen, die im Mittelpunkt stehen müssen. Um dem Thema aber irgendwie gerecht zu werden, habe ich schließlich eine unkonventionelle Vase gewählt und die mit Zweigen aus dem Garten und Frühlingsblumen bespielt. 

Die Winterkirsche hatte trotz der Kälte bereits vereinzelte Blüten geöffnet und nach ein paar Tagen im Warmen ist sie voll aufgeblüht. Zusammen mit weißen Freesien, einer blauen Anemone und etwas grüner Bartnelke entstand ein frühlingshaftes Arrangement, das gut zu der ungewöhnlichen Vase mit den fünf Öffnungen passte. 

Im Anschluss an die Besprechung der Arrangements wurde noch über die anstehende Chapter-Ausstellung im Juni diskutiert, bevor sich das Treffen zum Asiaten verlagerte, wo wir den Abend ausklingen ließen. 
Auch im kommenden Monat steht wieder ein Sōgetsu-Thema auf dem Programm, da werden Papier und trockene Äste und/oder Aspidistrablätter zu einer dreidimensionalen Form verarbeitet.

Hier nun die Arbeiten, die gestern entstanden sind. Es wurde mit Draht, Metallobjekten, Gummischläuchen, Verpackungs- und Baumaterial, sowie Plastikgegenständen gearbeitet, wobei bei einem Teil der Arbeiten überhaupt kein Pflanzenmaterial zum Einsatz kam.

Skulpturen ohne Pflanzenbegleitung

die Exemplare mit Pflanzenbegleitung

meine Umsetzung des Themas

Freitag, 9. Februar 2024

Monatstreffen Ikebana International

Beim Februar-Treffen von Ikebana International Chapter #223 Vienna hatte ich das Vergnügen, den Anwesenden ein wenig über dekorative und unkonventionelle Befestigungstechniken speziell in Glasgefäßen zu erzählen. Abgerundet wurde der Vortrag durch praktische Beispiele und im Anschluss konnten die Damen und Herren das Gehörte gleich selbst umsetzen. 

Transparente Vasen stellen einen ja meist vor Probleme, denn nicht nur die Stiele der Pflanzen, sondern auch die Befestigungen – seien es jetzt kenzan, kubari oder auch Steckmasse – sind deutlich sichtbar. Verstecken funktioniert leider nicht immer. 
Das Problem mit den sichtbaren Stielen kann man immerhin durch sorgfältige Anordnung in den Griff kriegen und als sichtbares Element in die Arbeit integrieren. Kenzan oder Steckmasse hingegen lassen sich nicht so einfach verbergen. Aber man kann sie durch alternative Techniken ersetzen. 
Die Klebestreifenmethode oder die Verwendung von Foldback-Klammern hat sich da gut bewährt. 

Ein anderer Zugang ist, dass man die Befestigung zu einem dekorativen Teil des Gesamtwerkes macht. Beispielsweise indem man Aqua-Pearls benutzt (Hydrogelkugerl, die in verschiedenen Größen und Farben erhältlich sind) oder Aluminiumdraht in Verbindung mit Saugnäpfen verwendet. Letzteres haben wir beim Monatstreffen sowohl in flachen Schalen als auch in Gläsern oder Vasen geübt. 
Die Saugnäpfe sind erforderlich, um den Aludraht in Position zu halten, wenn das Gewicht der Blumenstiele auf die Konstruktion einwirkt. Dadurch erzielt man die nötige Stabilität. Ob man für die Pflanzen jetzt eigene Befestigungselemente aus dem Draht baut, oder ob man die Stiele einfach zwischen die Drahtschlingen steckt, das bleibt jedem selbst überlassen. Jeder entwickelt irgendwann die Technik, mit der man bestmöglich zurechtkommt und die auch ansprechende optische Ergebnisse liefert. 
Die Bilder in der Galerie zeigen, dass mit ein bisschen Übung auch transparente Gefäße dekorativ bespielt werden können.

Die beiden vorgeführten Beispiele ...

... und die Arbeiten der Teilnehmer*innen

Freitag, 15. Dezember 2023

Monatstreffen Ikebana International

Auch beim Monatstreffen von Ikebana International Chapter #223 Vienna machte sich die grassierende Krankheitswelle bemerkbar. Trotzdem entstanden viele interessante Arbeiten zum Thema 'festliche Arrangements'. Diese konnten an der Wand oder von der Decke herab hängen, am Boden stehen, aus anderen Perspektiven heraus betrachtet werden oder auch ganz normal am Tisch arrangiert werden. 
Mit Ausnahme frei hängender Werke sind eigentlich alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden, wobei bei den geänderten Perspektiven die Ansicht von oben gewählt wurde. 

Bei den Materialien standen Koniferen hoch im Kurs und auch Amaryllis und Weihnachtssterne waren mehrfach vertreten. In der Farbpalette dominierten mit Rot, Weiß und Grün die traditionellen festlichen Farben, aber auch Silber und Gold wurden gerne verwendet. Außerdem waren Kerzen und traditionelle Christbaumdekoration vorhanden.

Für meinen Beitrag habe ich dieselbe Gefäßform wie beim Übungsabend am Dienstag verwendet, diesmal allerdings in cremefarben. Dazu auch wieder goldgefärbte Birkenzweige, Kiefer, Weihnachtsstern und Alstroemeria. Aufgepeppt wurde das Arrangement mit Aludraht und einer Christbaumkugel, welche die Hauptfarben der Arbeit spiegelte. 

Dieses Treffen war die letzte offizielle Ikebana-Aktivität für dieses Jahr. Jetzt ist erst einmal eine kleine Pause angesagt, bevor wir in der Woche nach Dreikönig ins neue Ikebana-Jahr starten.

am Boden stehend ...
... Perspektive von oben ...
... an der Wand hängend ...
... oder ganz normal am Tisch arrangiert