Mittwoch, 26. September 2018

Körbchen - oder doch nicht?

Nach dem doch ein wenig heftigen Aufwand für die (übrigens sehr erfolgreiche) Ausstellung in Laxenburg mussten wir ein bisserl durchschnaufen und waren deshalb über das relativ "einfache" Thema des Übungsabends erleichtert. 
Es ging um ein spätsommerliches Arrangement im Körbchen oder alternativ in einem nicht zu schweren Keramikgefäß. Speziell unser Nachwuchs besitzt noch keine adäquaten Körbchen, was sich aber im Lauf der Zeit sicher noch ändern wird. 

Auch diesmal bestand wieder die Möglichkeit, ein Überraschungspaket vom Großmarkt zu beziehen. Das enthielt eine ziemlich ungewöhnliche Materialkombination: Wiesenknopf in braun und rosa, dazu zartrosa Floribundarosen aus dem Freiland, Kugelamaranth und Hirse. Alles Zutaten für ein leichtes, luftiges Jiyūka, wobei die Blumen eine gute optische Basis bildeten und der Wiesenknopf mit seinen verspielten Linien für die entsprechende Leichtigkeit sorgte. Bei Bedarf konnten auch noch zarte Schneebeeren- oder Spirea-Zweige hinzugefügt werden. 

Einige der Damen brachten eigenes Material aus dem Garten mit. Ein Jiyūka mit kleinen Sonnenblumen wurde in zwei Variationen angefertigt: einmal mit relativ streng wirkenden Binsen und danach mit Zweigen als Strukturmaterial. Obwohl das Jiyūka bis auf diese Linien sonst unverändert blieb, änderte sich doch der Gesamteindruck deutlich. 

Nach diesem verspielten Übungsabend geht es beim nächsten Treffen wieder richtig zur Sache. Beim Shōka shōfūtai sanshu-ike gibt es zwar auch viele Freiheiten, aber die Form muss trotzdem gewahrt bleiben. Da heißt es dann wieder "strenge Kammer".

erst die Keramiken - dann die Körbchen
 
Ein neues Gefäß, das unbedingt ausprobiert werden musste:  
 

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