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Mittwoch, 13. Januar 2016

Erstes Treffen im neuen Jahr


Das erste Ikebanatreffen im neuen Jahr stand wie üblich im Zeichen eines festlichen Arrangements zum Jahresbeginn. 
Über die Bedeutung des Neujahrsarrangements shō-chiku-bai und die dahinterstehende Pflanzensymbolik ist hier schon des Öfteren geschrieben worden. Da es uns am entsprechenden Material mangelt (besonders der dickstämmige Bambus ist das Problem), werden wir wohl nie ein richtig gutes traditionelles shō-chiku-bai hinkriegen. 
Also beschränken wir uns darauf, ein Ikebana zum Jahresbeginn in einer modernen Form wie Jiyūka oder Shōka shinpūtai zu arrangieren. Dabei verwenden wir mindestens eine "Zutat" aus dem Angebot der traditionellen Materialien. Kiefer, Bambus oder blühende Zweige und eventuell auch kazai mit roten Beeren (für Reichtum, ganz wichtig!) kombiniert mit Blumen und das alles eher üppig arrangiert – das sollte das neue Ikebanajahr würdig begrüßen. 
Der Übungsabend war sehr gut besucht, was hoffentlich ein gutes Omen für die kommenden Veranstaltungen ist. Obwohl – der nächste Übungsabend beschert uns Nageire, da kann es gleich wieder zu "unerklärlichen Ausfällen" kommen. Man wird sehen….




Mittwoch, 14. Januar 2015

Start ins neue Ikebana-Jahr

Der erste Übungsabend im neuen Ikebana-Jahr ist immer etwas ganz Besonderes. Nicht nur die (verdiente) Ruhepause nach der oft hektischen Vorweihnachtszeit ist zu Ende, man hat auch das vergangene Jahr hinter sich gelassen und blickt erwartungsfroh nach Vorne. Das erste Ikebana im Jahr soll Optimismus, Freude und Neugier auf das Kommende ausdrücken.
Traditionell wird zum Jahresbeginn ein shô-chiku-bai arrangiert, ein (klassisches) Shôka aus Kiefer, Bambus und blühender Winterpflaume. Dieses Arrangement stellt den Vorläufer des Shôka sanshu-ike dar, in dem alle beteiligten Materialien denselben Stellenwert haben. Wir wollten das Jahr etwas geruhsamer angehen und hatten als Aufgabenstellung ein "festliches Ikebana zum Jahresbeginn" zu bewältigen. 
Die meisten Teilnehmerinnen entschieden sich für ein Shôka shinpûtai, dazu kamen noch Jiyûka und eine unserer Ladies arrangierte ein Shôka shofûtai sanshu-ike. Vom Material her waren in vielen Arrangements Bambus oder Kiefer vorhanden und alle verwendeten vorgetriebene Blütenzweige, um das Jahr entsprechend zu begrüßen. Der wild wuchernde Bambushain im Schulgarten wurde ein wenig dezimiert, was aber kaum auffallen dürfte. Schließlich muss man die Gelegenheit nutzen, wenn ein traditionelles kazai gleich vor der Haustür auf einen wartet.
Der Zulauf zum Übungsabend war gestern so groß, dass wir sogar leichte Platzprobleme bekamen. Bleibt zu hoffen, dass der Enthusiasmus weiter anhält ;-)

  
 
 
 

Mittwoch, 15. Januar 2014

Start ins neue Ikebana-Jahr

Gestern starteten wir mit einem festlichen Neujahrsarrangement ins neue Ikebana-Jahr. Ein "echtes" shô-chiku-bai ist es natürlich nicht geworden, dafür fehlt uns das passende Material. Aber wir haben uns an Shôka und Jiyûka mit zumindest 2 Komponenten -  Kiefer und Bambus - als Hauptmaterialien versucht. Und nicht nur Shôka shofûtai, sondern auch die shnipûtai-Variante wurde ausprobiert.  
Anstelle der blühenden Zwetschke gab es entweder andere vorgetriebene Zweige oder eben Blumen. Rosen, Iris und Lilien verliehen den Arrangements einen etwas festlicheren Charakter. Bei uns mögen Rosen alltägliche Blumen sein, aber in Japan haben sie einen höheren Stellenwert, so wie bei uns vielleicht diverse Exoten. 
Die kurze Winterpause hat uns gut getan, frisch-fröhlich stürzten wir uns in die Aufgabe und präsentierten am Ende eine ganze Reihe unterschiedlichster Arrangements:
Shôka shofûtai .....
Shôka shinpûtai .....
 und jede Menge Jiyûka

Mittwoch, 11. Januar 2012

Start ins neue Ikebanajahr

 Nach 3 Wochen Pause begrüßten wir das neue (Ikebana-)Jahr mit einem festlichen Arrangement freier Wahl.
Das traditionelle Neujahrsarrangement ist ein klassisches Shôka mit Rotkiefer (matsu), Bambus (take) und blühender Pflaume (ume), welches shô-chiku-bai genannt wird. Bei diesem Arrangement werden drei hochwertige Pflanzen gleichberechtigt verarbeitet - es gibt also kein Haupt- und Nebenmaterial. Diese traditionelle Form ist der Vorläufer des modernen Shôka sanshu-ike.
Hier bei uns lässt sich ein korrektes shô-chiku-bai leider nicht verwirklichen. Abgesehen davon, dass sich ein klassisches Shôka nicht eben so aus dem Handgelenk schütteln lässt, besteht die Schwierigkeit in der Materialbeschaffung:
Kurznadelige Rotkiefer wächst nicht an jeder Ecke und schön geschwungene knorrige Äste lassen sich - ohne Waldfrevel zu begehen - auch nicht leicht finden. Als Ersatzmaterial dienen Latsche oder "frisierte" Schwarzkiefer. 
Winterpflaume ist in unseren Breiten ebenfalls nicht heimisch. Alternativ kann man Blutpflaume oder wilde Zwetschke verwenden, aber da bräuchte man ebenfalls dicke und eventuell mit Flechten bewachsene Äste. Die müssen dann so vorgetrieben werden, dass sie zum richtigen Zeitpunkt gerade am Aufblühen sind - das lässt sich mit einigem Aufwand aber ganz gut hinkriegen.
Das größte Problem stellt der Bambus dar. Gewünscht wäre eine Stammdicke von mindestens 5 cm, dazu kurze, dicht belaubte Seitentriebe, die einem trotz aller Tricks nicht gleich unter der Hand verwelken. Wir müssen uns halt mit wesentlich dünneren Stämmen begnügen, die meist ziemlich lange Seitentriebe aufweisen. Und dass die Blätter sich relativ schnell einrollen, damit muss man leben. Es ist eben ein Arrangement für den Augenblick.
Trotz aller Hindernisse gab es beim gestrigen Übungsabend dann doch ein "europäisiertes" shô-chiku-bai zu sehen. Daneben noch ein Shôka sanshu-ike betsuden (nidan-soe) und mehrere Jiyûka. Alle Arrangements mit zumindest einem der traditionellen Materialien. Alles in allem ein gelungener Start in das neue Ikebanajahr.