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Montag, 15. Juni 2026

Seminar in Bern - Demo

Die Demo von Professor Sasaki war kurz und knackig. Fünf Freestyle-Arrangements in 30 Minuten, die alle seine sehr spezielle Handschrift trugen. Trotz der Kürze war die Vorführung sehr mitreißend und dynamisch gestaltet und die Arbeiten passten perfekt zu den jeweiligen Vasen. 
Zu Beginn gab es einführende Worte einer Vertreterin der Keramik-Klasse, wobei beschrieben wurde, wie es zur Zusammenarbeit kam und welchen Herausforderungen sich die Designerinnen stellen mussten. Prof. Sasaki moderierte teilweise in Englisch, dann wieder übersetzte Kyoko seine Ausführungen. Zuletzt bedankte er sich ganz herzlich, dass das Seminar und die Ausstellung im Bernapark über die Bühne gehen konnten und er hofft, dass er wieder einmal hierher zurückkommen kann. 
Das Fotografieren während der Demo war etwas schwierig, da alles so schnell und mit ausholenden Bewegungen stattfand. Auch die fertigen Arbeiten waren nicht einfach zu fotografieren, der Andrang war ziemlich groß und es fehlte ein wenig der Hintergrund. Aber das Wichtigste war, dass es den Besucher*innen gefallen hat, die Professor Sasaki mit einem ausdauernden Klatschkonzert verabschiedeten.

Sonntag, 7. September 2025

Vorführung in der ÖGG

Auch die Vorführung im Rahmen unserer Ausstellung war sehr gut besucht und insgesamt konnten wir einen neuen Besucherrekord verzeichnen. Erfreulicherweise war die Spendenbox – diesmal haben wir besonders gut auf sie aufgepasst, damit sie nicht nochmal gestohlen wird – ebenfalls gut gefüllt. Die Leihgebühr für unsere Podeste ist somit gesichert. 

Trotz der teilweise extremen Temperaturen im Vernissagenraum haben die Blumen erstaunlicherweise gut durchgehalten und bis auf die Rudbeckien, die abgeschnitten scheinbar nur eine Lebensdauer von wenigen Stunden besitzen, musste nichts ersetzt werden. Manche Pflanzen haben sich über Nacht wieder erholt, obwohl die Raumtemperatur nur unwesentlich abgesunken ist. 

Für unsere einstündige Vorführung haben wir sechs Arrangements teilweise vorbereitet, den Feinschliff haben wir unseren Arbeiten vor Publikum verpasst. Zum Auftakt gab es ein Shōka shimpūtai mit Blättern der Erdorchidee Bletilla striata, dazu kombiniert Enzian und als ashirai und Abschluss nach vorne eine kleine Rosenknospe. 
Das anschließende Freestyle von Gerlinde in einer kreativen Vase nahm das Thema Mond auf und kombinierte die Szenerie mit herbstlichem Material wie Hagebutten, Chrysanthemen und wilder Hirse. Zum Kontrast nach so viel Kreativität folgte ein Shōka mit einzel- und mehrblütigen Chrysanthemen, also quasi ein nishu-ike

Uschi steuerte den obligatorischen Ikebana-Scherz bei. Nach dem Sandkastenspielzeug vom Vorjahr ging es diesmal fast bieder vor, indem sie einen Zinnkrug verwendete. Üppig bespielt wurde der mit Pflanzen, die sie aus dem Garten einer lieben Nachbarin (die übrigens im Publikum saß) organisieren durfte. 
Im Shōka shimpūtai von Gerlinde kamen ebenfalls lange Blätter zum Einsatz, allerdings welche von der Wasseriris. Zusammen mit einer eleganten Herbstanemone (die beim Fototermin leider bereits ein wenig das Köpfchen hängen ließ) und einem kräftigen, kurzen Cotoneasterzweig entstand eine herbstliche Stimmung. 

Den Abschluss bildete ein zartes tatehana, ebenfalls mit Herbstanemonen, Gräsern und etwas Kleinkram. Wenn man nach den positiven Reaktionen und zahlreichen Anfragen der Besucher*innen urteilt, müssten die kommenden Übungsabende ja ziemlich überfüllt sein. Lassen wir uns überraschen, wie viele sich wirklich entschließen, einmal selbst Hand anzulegen.

Montag, 1. Juli 2024

Zeitreise von Kyoto nach Kirchheim

Ikebana-Vorführungen von Anne Gürtler und Monika Heimayer am 28. und 29. Juni 2024

Die bayerische Landesgartenschau findet in diesem Jahr in Kirchheim, im Landkreis München statt.

Für den Landkreis gibt es einen speziellen Pavillon, der von den Gemeinden genützt werden kann, um sich zu präsentieren. Zum Landkreis München gehört mein Wohnort Gräfelfing. Von der Gemeinde wurde ich in meiner Position als Vorsitzende des Kulturfördervereins angeschrieben, mit der Bitte um Beteiligung auf der Landesgartenschau. Natürlich hatte ich sofort die Idee, eine Ikebana-Vorführung anzubieten. Vor der Zusage an die Gemeinde habe ich mit Monika, die ja am Ort des Geschehens wohnt, gesprochen und gefragt, ob sie mich wieder unterstützt. Ein begeistertes "Ja" war ihre Antwort. Wir haben inzwischen an vielen Veranstaltungen gemeinsam teilgenommen und sehr gut Hand in Hand gearbeitet. Alles in bester Harmonie und mit ganz viel Freude trotz Aufregung, Nervosität und Anspannung, was ja immer dazu gehört.

Das Motto der Vorführung war: "Zeitreise von Kyoto nach Kirchheim". Ein vorab vorbereitetes tatehana habe ich den Besuchern erklärt, dazu den geschichtlichen Hintergrund. Ein kurzer Exkurs zum Rikka, um die Entwicklungsprozesse zu erläutern. Anschließend habe ich ein Shōka shōfūtai mit Curcuma gearbeitet. Es folgte ein Shōka shimpūtai mit Anthurien und Xanadu-Philodendron; die Jahreszeit wurde von einer Dahlie repräsentiert. Im Freestyle wurde eine extrem duftende Lilie von einem Insektenschwarm umgarnt, verkörpert durch Wiesenknöpfe. Das Ganze von Irisblättern begleitet. Zum Schluss ein kleines Freestyle in einer Vase, wie man es zu Hause machen könnte.

Die jeweils ca. 30 Besucher*innen blieben voll konzentriert die ganze Zeit bei der Vorführung, waren beeindruckt, sehr positiv angetan, und sie hatten viel Freude an den Arrangements. Publikumsliebling war das Freestyle mit der Lilie.



Samstag, 3. Juni 2023

Vorführung im Rahmen unserer Ausstellung

Unsere Samstag-Vorführung war sehr gut besucht. Diesmal musste sie vor dem Vernissagenraum stattfinden, denn im Seminarraum der ÖGG ging zeitgleich ein anderes Seminar über die Bühne. Also haben wir uns kurzerhand die freien Sessel geschnappt und sind ein paar Stufen tiefer übersiedelt. Wir hätten allerdings ruhig ein paar Sessel mehr aufstellen können, denn einige Zuschauer*innen haben die Vorführung im Stehen verfolgen müssen. 

Das Programm war ein wenig Freestyle-lastig, aber so konnten wir immerhin die Vielfalt dieses Stils zeigen. Begonnen haben wir mit einer Wasserlandschaft, für die neben Irisblättern und -blüten auch Calla und einige Binsen zum Einsatz kamen. Ein schöner Pappelzweig fungierte als 'Baum' am Ufer und sorgte für den passenden Hintergrund. 
Danach gab es ein Ikebana zum Verschenken. Das Szenario bildete eine kurzfristige Einladung, zu der man als Mitbringsel ein kleines Arrangement im Geschenksackerl benötigt und dafür eine Runde durch den Garten dreht. Rosa-Maria hat das mit Pfingstrosen und Zwergdeutzie als Hauptmaterialien wunderbar hingekriegt. 
Christa zeigte uns danach ein komplett anderes Freestyle in zwei eleganten, hohen Vasen. Eine der Vasen hatte sie fertig vorbereitet, die andere wurde vor Publikum bespielt. Dazu verwendete sie Rosen, Eustoma und verschiedenes Grünzeug. 

Nach so viel Freestyle kam nur Shōka an die Reihe. Zuerst ein sanshu-ike aus Lilien, Palme und Eustoma, danach kämpfte Barbara ein wenig mit Ackerrittersporn, Gräsern und gelben Klee, ebenfalls in Form eines sanshu-ike. Ihre Vase hatte eine sehr kleine Öffnung und der einzige hineinpassende kenzan ist nicht unbedingt für so feine Stiele geeignet. Aber sie hat die Schwierigkeiten gut gemeistert. 
Den Abschluss des Freestyle-Reigens bildete Gisela mit einer süßen kreativen Arbeit aus Gartenrosen und Immergrün in einer Bogenvase. Zum Finale der Vorführung wurde schließlich ein Rikka shimpūtai präsentiert, welches das Motto der Ausstellung – 'Im weiten Garten' zum Thema hatte. Die Pfingstrosen, Gräser und Glockenblumen passten gut in den hellen Bambuskorb, der dem Arrangement die nötige Leichtigkeit verlieh. 

Nach gut einer Stunde war die Vorführung beendet und wir konnten uns den Fragen der Zuschauer*innen widmen. Danach kehrte Ruhe ein und wir konnten ein wenig durchschnaufen, bevor wir mit dem Abbau der Ausstellung beginnen mussten. Trotz der sehr warmen Bedingungen im Ausstellungsraum haben die Pflanzen recht gut durchgehalten und die Ausbesserungsarbeiten hielten sich in Grenzen. 
Bis auf ein trauriges Vorkommnis können wir ein sehr positives Resümee ziehen. Leider haben Unbekannte am Freitag vor der Öffnung der Ausstellung sowohl unsere Spendenbox mitgehen lassen, als auch die Box im Museum geleert. Da erübrigt sich wohl jeder Kommentar 😭
Hier nun die Bilder unserer Vorführungs-Arrangements.

Sonntag, 10. April 2022

Vorführung am Samstag

Also mit unserer Ausstellung können wir sehr zufrieden sein. Nicht nur, dass den Besuchern unsere Arbeiten gefallen haben, auch die Zahlen sprechen für sich. Wir haben bei den Besucherzahlen an der 200er-Marke gekratzt (womit das die bisher bestbesuchte Ikebana-Ausstellung in der ÖGG war) und bei der Vorführung am Samstag waren ebenfalls alle Plätze besetzt. 

Gezeigt wurden während der 80-minütigen Vorführung sieben Arrangements, wobei Freestyle, Shōka sanshu-ike, Shōka shimpūtai und Rikka shimpūtai vorgeführt wurden. Neben bereits vorführungserfahrenen Damen durfte auch der Nachwuchs Erfahrung sammeln und erstmals vor fremdem Publikum arrangieren. Sie hat ihre Sache gut gemacht! 
Apropos Publikum - das hat sich sehr interessiert gezeigt und auch viele Fragen gestellt. Vielleicht schlägt sich das Interesse sogar in Form neuer TeilnehmerInnen an unseren Übungsabenden und/oder Workshops nieder. Man wird sehen, wie sich alles entwickelt.

Am Ende des Tages haben alle zusammengeholfen und den Vernissagenraum des Gartenbaumuseums in Windeseile in den Urzustand zurückversetzt. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden, die dieser Ausstellung zum Erfolg verholfen haben!

Nach dem Motto 'Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung', können wir uns jetzt ganz auf die Herbstausstellung Anfang Oktober konzentrieren. Da wir zu abstrakten Fotografien arrangieren werden, wird das eine spannende Premiere werden. Lassen wir uns überraschen....

Hier nun einige Eindrücke von der Eröffnung und der Vorführung (vielen Dank, liebe Milli!), sowie die gezeigten Arbeiten.









Montag, 16. August 2021

BUGA-Vorführung und Ausstellungsende

Die BUGA ist nun auch schon wieder Geschichte. Samstag hatten wir unsere Vorführung, bei der Herta und ich – assistiert von Monika und Anne – fünf Arrangements vorführten. Und am Sonntag lief die Ausstellung noch bis 18:00, bevor es an das große Aufräumen ging. 
Durch die sehr gute Organisation der Ausstellungsbeauftragten des IBV wusste jeder, was neben dem Abbau des eigenen Arrangements zu tun war. In erstaunlich kurzer Zeit waren die Podeste abgebaut und auf den Paletten verstaut, die Hintergründe und Banner für den nächsten Einsatz sicher verwahrt und die Halle blitzblank gefegt. Jetzt muss nur noch der LKW kommen, und alles ins Lager des IBV nach Wetzlar zurückbringen. 

Die übriggebliebenen Blumen wurden von einer ansässigen Ikebana-Dame übernommen und in Altersheimen und Krankenhäusern verteilt. 
Wir haben unsere Restblumen und Topfpflanzen den Schwestern im Kloster St. Ursula überlassen, worüber sie sich sehr gefreut haben. Schließlich waren wir im angeschlossenen Bildungshaus bestens untergebracht und sehr aufmerksam betreut worden. Da ist ein kleines Dankeschön angebracht. 

Jetzt gilt es, sich auf den Heimweg machen und mit den Planungen für die Ausstellung 2023 in Mannheim beginnen. Denn wie heißt es so schön – nach der BUGA ist vor der BUGA.

Hier nun einige Bilder von unserer Vorführung: