Freitag, 10. Juni 2016

Monatstreffen Ikebana International


Das letzte Monatstreffen vor der Sommerpause hatte ein interessantes Thema zum Inhalt – "Verschiedene Arten von Zweigen". 
Im Curriculum der Sogetsu-Schule wird für solch ein Arrangement die Verwendung von mindestens 2 Zweigarten vorgeschlagen. Allerdings haben die anwesenden Damen und Herren von Sogetsu diesmal das Thema etwas weiter gefasst und auch Blumen und anderes krautiges kazai verwendet. 
Bei Ikenobō wiederum ist es eher ungewöhnlich, holziges Material zu mischen. Das liegt darin begründet, dass Zweige (eigentlich Pflanzen im Allgemeinen) dann verwendet werden sollen, wenn sie am Schönsten sind. Das ist meist zur Blütezeit oder während der Herbstfärbung der Fall und dann sind Blütenzweige so kostbar, dass sie eventuell mit Blumen, nicht aber mit anderen Zweigen kombiniert werden. Eine Ausnahme stellt Kiefer dar, welche in klassischen Arrangements wie Shōka und Rikka auch mit anderem kimono gemischt wird. Im Jiyūka und den modernen Stilen von Shōka und Rikka ist das nicht so streng geregelt. Da gibt es z.B. ein holziges Hauptmaterial, das durch Blätter, Beeren oder Ähnliches, das ebenfalls zu kimono gerechnet wird, ergänzt und/oder akzentuiert wird. Eine gleichwertige Mischung holzigen kazais ist eher ungewöhnlich.
Unsere Präsidentin hat wieder einmal in ihrem Garten gewildert und Unmengen an Zweigen, darunter auch Knöterich und Kermesbeere (das sind eigentlich krautige Pflanzen, wurden diesmal aber ebenfalls verarbeitet), mitgebracht. Auch andere TeilnehmerInnen stellten verschiedenes kazai zur Verfügung. 
So verfügten wir schließlich über eine bunte Mischung an Ausgangsmaterialien, die in vielen unterschiedlichen Arrangements verwendet wurden. Überzähliges wurde dankbar für die am Sonntag im Rahmen des Japanischen Familienfestes in der Neuen Burg stattfindende Ausstellung mitgenommen. 
Das Buffet war ebenfalls dem Anlass entsprechend üppig gestaltet. Schließlich verabschiedeten wir uns in die Sommerpause und werden uns erst im September wieder treffen. Auf das verbindende Jahresthema dürfen wir schon gespannt sein.
Die Fotos sind diesmal leider nicht so schön geworden, da sich die Kamera diesmal geweigert hat, mitzukommen. So musste eben das Handy als Ersatz herhalten.

 
 
 man beachte das Detail - ein shippo in Schildkrötenform!

Mittwoch, 25. Mai 2016

Ein Abend mit Pfingstrosen


Pfingstrosen sind doch immer wieder eine Freude. Der Seminarraum in der ÖGG war erfüllt vom zarten Duft der Päonien. 130 creme-weiße Exemplare – diesmal hatten wir das Glück, dass sogar das Laub nicht ganz so katastrophal war – standen uns für Shōka und Jiyūka zur Verfügung. Dazu kamen noch einmal 30 kürzere rosa Pfingstrosen, damit das natürliche Jiyūka durch etwas Farbe aufgepeppt wurde. 
Bei den weißen Päonien hatten wir außerdem eine gute Mischung aus geschlossenen und halb offenen Blüten erwischt, wodurch wir uns speziell beim Shōka recht gut an die Regeln halten konnten. Die Bandbreite der fertigen Shōka reichte von 5 bis 9 Blüten, wobei die meisten von uns 7 Blüten und 2 zusätzliche Blattlinien bevorzugten. 
Es ist leider ein genereller Nachteil der Gartenpäonien, dass besonders die stabilen, langstieligen Sorten, die für den Schnitt gezüchtet werden, oft ein spärliches und zudem auch recht grobes Laub aufweisen. Wenn die Blätter durch Verpackung und Transport dann noch zerdrückt werden, wird das Arrangieren ein wenig knifflig. Es gibt zwar auch lange Pfingstrosen mit schön gefiedertem Laub, da sind dann aber die Stiele so dünn, dass die Dinger nicht aufrecht stehen bleiben. 
Wenn nur jeder die Stiele selbst schneiden könnte, dann gäbe es weit weniger Probleme, ein schönes Shōka zustande zu bringen. Aber bloß nicht zu viel jammern, wir hatten es diesmal mit dem kazai ganz gut getroffen und konnten uns über recht ansehnliche Werke freuen. 
Für das Jiyūka wurden die Pfingstrosen in 2 Varianten verwendet: Einmal isshu-ike als Moribana in 2 Farben und dann noch kreativ mit dominanter Einzelblüte in Kombination mit Gräsern und Hostablättern. Hier nun unsere Ergebnisse:
 
       
 
 

Freitag, 13. Mai 2016

Monatstreffen Ikebana International


"Eine Vielzahl von Blumen" – unter diesem Motto stand das Mai-Treffen von Ikebana International Chapter #223 in der Studiogalerie in Wien. Arrangieren mit Gräsern und Blumen war also angesagt. 
Zusätzlich kam es zu einem Erfahrungsaustausch, wie Pflanzen haltbarer gemacht werden könnten. Außerdem gab es Berichte und Fotos von Veranstaltungen in Belgien (Ausstellung und Workshop mit Iemoto Akane Teshigahara in Gent) und Deutschland (IBV-Kongress in Naurod), an denen mehrere Mitglieder teilgenommen hatten. Auch wurde über die anstehende Ausstellung zum japanischen Familienfest am 12. Juni gesprochen. 

Bei der Beschaffung von Gräsern und Blumen ging es gestern nicht so einfach zu, denn der ständige Regen erschwerte die Sache gewaltig. Glücklich, wer nur in den Garten gehen musste, um an das Material zu kommen. 
Zur bevorzugten Blume zählte diesmal die Akelei, die in vielen Formen und Farben Verwendung fand. Die meisten Arrangements waren sehr üppig gestaltet, viele davon auch in Körbchen aller Art. 
Das Treffen war wieder einmal sehr gut besucht und die Damen und Herren erfreuten sich danach am tollen Buffet.