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Mittwoch, 29. April 2026

Shōka sanshu-ike und Freestyle

Der gestrige Übungsabend stand unter dem Motto 'gleiches Material – unterschiedliche Stile'. Neben Shōka sanshu-ike wurde auch mehr oder weniger kreatives Freestyle gestaltet. 

Der Seminarraum der ÖGG war vom kräftigen Zwiebelduft durchzogen, zu dem sich das süßliche Aroma der Alliumblüten mischte. Dazu gesellten sich noch Anklänge von Schokolade und Kerzenrauch, da der Übungsabend mit einer kleinen Geburtstagsfeier begann. Angestoßen wurde natürlich auch noch und danach machten wir uns frisch ans Werk. 

Wir hatten sehr interessante heimische Freilandware zur Verfügung, zwar mit relativ dicken Stielen, dafür mit teilweise schönen Biegungen. Besser als die pfeilgeraden Monsterkugeln, die man üblicherweise im Handel bekommt. Das passende Begleitmaterial zu finden war leider nicht so einfach, da es wieder erhebliche Verzögerungen bei der Ankunft der LKW mit der Frischware gab. 
Die vorhandenen jahreszeittypischen Blumen, die von der vergangenen Woche übriggeblieben waren, hatten bereits ein gutes Stück auf dem Weg zu Kompost zurückgelegt. Und auch in der Abteilung Zweige und Schnittgrün herrschte gähnende Leere. Immerhin ließen sich Wedel der Phoenix-Palme auftreiben, die recht frisch wirkten. 
Als für tai geeignete kleine Blumen blieben nur Santini-Chrysanthemen übrig. Da gab es allerdings eine Sorte, die sehr stark an Margeriten erinnert, die Blüten konnten zur Not als Frühlingsblumen durchgehen. 

Durch die üppigen Palmwedel wirkten die Blumenkübel sehr gut gefüllt und anfangs gab es ein wenig Bedenken, wie daraus Shōka und Freestyle entstehen sollte, das zu den Standardvasen für Shōka und den eher kleinen Freestyle-Schalen passt. Aber durch entsprechendes Ausschneiden der Wedel konnten Linien betont werden und im Freestyle ist ja eine Formveränderung des Materials durchaus angebracht. Außerdem konnte speziell beim Shōka die Zahl der Alliumkugeln entsprechend der Vasenform und -größe schön variiert werden. 
Am Ende entstanden vielfältige Arbeiten, die uns aufgrund der guten Haltbarkeit der Materialien noch eine Weile erfreuen werden.

Donnerstag, 26. Juli 2018

Ein Abend mit Sonnenblumen


Bevor wir mit den Details für unseren Übungsabend in Vertretung von Andrea berichten, stellt sich die Wiener Gruppe in einer Reihe auf und gratuliert unserer Lehrerin zu der von ihr bestandenen Hauptprüfung zum 12. Diplom und somit zum 1. Professor!!! Wir sagen Bravo, gut gemacht und ziehen den Hut. (Im Vertrauen: es war ja nicht anders zu erwarten) 

So, und jetzt zum Übungsabend. Die erste Hürde war ja die leichteste Übung. Es gab am Großmarkt wunderschöne kleine Sonnenblumen der Sorte "Sonja", dann fanden sich noch  weiß-blaue Eustoma und kleines Hypericum. 
Acht mutige Damen hatten sich angemeldet. Danke dafür, bei den gestrigen Temperaturen eine großartige Leistung. 

Auf dem Programm standen ein tate-no-hana Basic 1 und ein Jiyūka in der Vase. Die Damen, die sich für dieses Arrangement entschieden haben, wählten alle ein Sondergefäß, welches sich möglicherweise besser geeignet hat, als die Vase.
Die nachfolgenden Fotos zeigen die verschiedenen Varianten auf. Und zum Schluss sei aber ganz deutlich gesagt: Wir freuen uns auf den nächsten Übungsabend mit Andrea!


Mittwoch, 13. Juni 2018

Knoblauch-Jiyūka

Unser gestriger Übungsabend verlief ziemlich aromatisch und war nichts für schwache Nasen. Das Jiyūka-Überraschungspaket vom Großmarkt enthielt wie schon beim Wochenend-Workshop wunderbar verbogene Allium-Stiele. 
Das Entblättern der Stiele führte allerdings zu beinahe gemeingefährlichen Duftwolken, die sich durch den Seminarraum der ÖGG zogen. Und dabei waren es nur 20 Stämmchen, die diesen penetranten Geruch erzeugten. Wären wir in der zuletzt üblichen Großbesetzung angetreten, hätten wir den Saal vermutlich wegen Gemeingefährdung evakuieren müssen. 
So war es dann doch von Vorteil, dass sich gestern nur acht Damen eingefunden haben. Die beginnende Urlaubszeit macht sich eben bereits bemerkbar. 

Das Programm für die Fortgeschrittenen hätte eigentlich gyōdō-ike oder sui-riku-ike vorgesehen und alternativ ein landschaftliches Jiyūka, aber entweder waren keine passenden Wasserpflanzen aufzutreiben oder die Damen wollten ihr Material für die Jubiläumsausstellung in Schloss Puchberg Anfang Juli aufsparen. Verständlich, schließlich wird das eine recht große Veranstaltung und da möchte man natürlich mit besonderen Arrangements glänzen. Immerhin haben sich gestern dann doch noch zwei landschaftliche Arrangements zu den anderen Ikebana dazugesellt. 

Nachdem der Knoblauch beim Wochenend-Workshop in einer eher horizontalen Ausrichtung arrangiert wurde, war es diesmal ein tate-no-hana mit engem Fuß, das vorgeführt wurde. Die Linien des Allium bildeten den Rahmen für die Blumen, wobei diesmal eine Blüte quasi wie ein Schmetterling über dem Gefäß schwebte. Wahlweise konnten dafür Alstromerien, Eustoma oder Freesien verwendet werden. Statitze und Pittosporum standen als Füllmaterial zur Verfügung. Wer passendes Linienmaterial mitgebracht hatte, konnte die Allium-Stiele in ihrer Wirkung noch verstärken. 

So entstanden mit eher geringem Materialaufwand bezaubernde kleine Frühsommerarrangements. Der penetrante Gestank hat sich übrigens recht schnell verflüchtigt. Die nackten Knoblauchstiele verhielten sich geruchsneutral und so konnten die Arrangements auch problemlos daheim aufgestellt werden.

  hier noch die landschaftlichen Arrangements