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Sonntag, 4. Oktober 2015

Wochenendworkshop Rikka und Jiyūka


Dieses Jahr hat sich das Gartenbaumuseum entschlossen, nicht an der langen Nacht der Museen teilzunehmen. Stattdessen fand ein mehrtägiges Schulgartenfest statt. Im Zuge dieses Festes war auch ein Ikebana-Workshop für Neueinsteiger in der ÖGG geplant. Wir nutzten die Gelegenheit und verbanden den Anfängerkurs mit einem Seminar für Fortgeschrittene zum Thema Rikka shōfūtai. Mit gesamt 14 Teilnehmerinnen, darunter 4 Neueinsteigerinnen am Samstag, war dieser Workshop überaus gut besucht.
Der Freitag stand im Zeichen einer intensiven Rikka-Einführung, da es für 4 unserer Damen die erste Begegnung mit Rikka war. Das Arrangement wurde Schritt für Schritt aufgebaut und jede Linie genau erklärt. Zwei der fortgeschrittenen Damen beschäftigten sich inzwischen mit Eigenentwürfen von Rikka shinpūtai.
Am Samstag begannen die Rikka-Damen mit ihren eigenen Arrangements, während für die Neueinsteigerinnen 3 Jiyūka vorgezeigt wurden. Zuerst ein natürliches Arrangement im Moribana-Stil aus Eisenhut, Miscanthus und Chrysanthemen. Danach eine moderne Form naname-no-hana mit Schwerpunkt Linie, die mit Schachtelhalm, Gerbera, Eustoma, Euonymus, Hypericum und Goldrute gearbeitet wurde. Zuletzt eine abstrakte Form mit gefalteten Typhablättern, Chrysanthemen und Freesien als Hauptmaterialien und etwas Kleinkram zur Akzentuierung. Dieses Arrangement wurde im Halbstock vor der ÖGG vorgeführt, damit sich auch die Besucher des Schulgartenfestes eine Vorstellung von Ikebana machen konnten.
Neben den Neueinsteigerinnen beschäftigten sich auch diejenigen Fortgeschrittenen, die kein traditionelles Rikka arbeiteten, ebenfalls mit Jiyūka bzw. mit Shōka shōfūtai und shinpūtai.
Die Rikka-Damen waren überaus zäh und kämpften sich durch die Materie. Keine vom Nachwuchs warf das Handtuch und alle stellten ihr Rikka fertig – Kompliment, eine überaus beachtliche Leistung, die höchstes Lob verdient!
Nach der abschließenden Fotorunde und dem obligaten Aufräumen machten wir uns rechtzeitig zum Ende des Schulgartenfestes um 18:00 auf den Heimweg. Immerhin lädt der Sonntag zum Erholen ein. 

 
 die "Vorführarrangements"
 
 Rikka shinpūtai

 
 Shōka shōfūtai und shinpūtai

 diverse Jiyūka

 die Rikka ...

... und die Jiyūka der Neueinsteigerinnen
 

Sonntag, 3. August 2014

Wochendworkshop Rikka und Jiyûka

Unser Wochenendworkshop beschäftigte sich diesmal mit dem Thema Rikka. Für die Fortgeschrittenen stand ein Rikka shofûtai issô-no-mono mit sommerlichen kazai auf dem Programm. Zwei unserer Nachwuchslehrerinnen erhöhten den Schwierigkeitsgrad der Übung: Eine Lady setzte einen Eigenentwurf um, während die andere sich auf Rikka shinpûtai und Jiyûka konzentrierte - sehr mutig und die Ergebnisse belohnten sie für den Extraaufwand!
Der Freitag war der Theorie und dem Aufbau des Demo-Arrangements gewidmet. Am Samstag durften die Teilnehmerinnen dann selbst Hand anlegen und das theoretische Wissen in die Praxis umsetzen. Das Rikka war vom Aufbau her nicht besonders kompliziert sondern eher Standard, nur der bestand diesmal aus Blättern, die ein wenig Fingerspitzengefühl erforderten.
Üblicherweise machen wir den ganz gerne aus Säulenasparagus, da ist die Linienführung gut erkennbar und das Material liefert die nötige Fülle. Diesmal wurden 3 x 3 Gladiolen- oder Irisblätter benutzt, die zuvor schön gedrahtet, zusammengefaltet und in die richtige Richtung gebogen/geneigt werden mussten. Wie gesagt - Fingerspitzengefühl nötig. Im Endeffekt entstanden luftig-leichte Rikka mit hochsommerlichen Blumen und Gräsern.
Samstag gab es dann noch eine Überraschung, als eine weitere Teilnehmerin für den Jiyûka-Kurs auftauchte. Da ist mit der Informationsweitergabe wohl etwas schief gelaufen. Immerhin, wir hatten ausreichend Blumenmaterial zur Verfügung und auch Gefäße und Werkzeug ließen sich auftreiben. In solchen Fällen ist der Fundus im stets zu kleinen Kasten recht nützlich. Hier nun die Bilder unserer Werke.

die "Standard"-Rikka  und der Eigenentwurf

Rikka shinpûtai
 
  auch ein Denka hat sich eingefunden ....

... und Jiyûka, soweit das Auge reicht
 
 

Sonntag, 11. November 2012

Wochenendworkshop "Shinpûtai"

Dieser Wochenendworkshop in der ÖGG war geprägt von der intensiven Beschäftigung mit Shôka und Rikka shinpûtai. Zusätzlich fand am Samstag wieder ein Einsteigerworkshop statt.
Ausgestattet mit jeder Menge unterschiedlichen kazais, etliches davon selbst mitgebracht, blieb es den Teilnehmerinnen diesmal selbst überlassen, wie viele Arrangements welcher Stilrichtung sie arbeiten wollten. Die meisten begannen mit Shôka shinpûtai, da dafür "unbehandeltes" Material nötig ist. Außerdem fällt es leichter, ein Shôka zu zerlegen, als ein mühsam zusammengestelltes Rikka wieder in Einzelteile zu zerlegen (und wenn das kazai wiederverwendet werden soll, auch von Draht und Klebeband zu befreien). Nachdem man Shinpûtai nicht nachahmen soll, wurden auch keine Beispielarrangements vorgeführt. Lediglich eine kurze Wiederholung der theoretischen Grundlagen, dann gleich der Sprung ins kalte Wasser und selber überlegen, was gut zusammenpasst und trotzdem Spannung bei gleichzeitiger Harmonie vermittelt. Anfangs wurde noch ein bisschen gestöhnt, gemault und rumgejammert, aber bald kehrte Stille ein, als sich alle auf die Blumen konzentrierten.
Am Samstag gab es dann doch noch praktischen Unterricht, und zwar für die Nachwuchs-Ikebanesinnen, die sich wieder wunderbar schlugen. 2 Moribana-Schulformen und ein natürliches Jiyûka standen für sie auf dem Programm. Im Endeffekt wurden an 1 1/2 Tagen 41 unterschiedliche Arrangements gefertigt, korrigiert und allgemein bewundert. Leider mangelte es an Platz, alle Werke wie in einer Ausstellung zu präsentieren, deshalb wurden Gefäße und auch kazai wiederverwendet. Aber jede Teilnehmerin erhält wieder die Fotos aller Arrangements fein säuberlich zusammengefasst, damit man gleich Anregungen für kommende Werke sammeln kann.
Aus Platz- und Fairnessgründen erscheint hier von jeder Teilnehmerin nur das Bild eines Arrangements, unabhängig davon, wie viel gearbeitet wurde.