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Mittwoch, 11. März 2026

Freestyle horizontale Form

Der gestrige Übungsabend bescherte uns eine Freestyle-Basisform, die nicht ganz so gerne gearbeitet wird: yokō-no-hana, eine horizontale Ausrichtung des Materials, wodurch ein ruhiger, stabiler Ausdruck erzielt wird. 
Die Schwierigkeit bei dieser Form liegt darin, dass das Material nicht so einfach zu finden ist. Eine von Natur aus aufrecht gewachsene Pflanze wird in einer horizontalen Ausrichtung eher seltsam aussehen. Blattlose Zweige bieten sich für eine horizontale Form natürlich an, denn solange kein Austrieb vorhanden ist, kann man auch einen schräg oder sogar aufrecht gewachsenen Zweig flach anordnen. 
Auch die Befestigung im Gefäß erfordert etwas Geschick. Das gilt besonders dann, wenn die Vase schmal ist oder eine enge Öffnung aufweist. Da muss dann schon mal Draht verwendet werden oder man greift sonstwie tief in die Trickkiste.

Die meisten Teilnehmer*innen entschieden sich für das Überraschungspaket vom Großmarkt. Das enthielt Kirschzweige, die bereits schöne, dicke Knospen tragen. Dazu noch kleine rosa Anthurien, dunkelrote Ranunkeln und als Grünzeug Ruscus.
Es wäre zwar schön gewesen, Ranunkeln oder andere passende Blumen in einer Kontrastfarbe zu verwenden, aber leider waren die nicht in ausreichender Zahl erhältlich. 

Es blieb jedem Arrangierenden selbst überlassen, welche der Blumen als Hauptmaterial gelten sollte und wie die Fußpositionen im Gefäß angeordnet sind. So ziemlich alle Füße befanden sich am Ende in einer mehr oder weniger engen Anordnung und die meisten entschieden sich für Anthurien als Hauptblume. Interessanterweise hat sich niemand für eine geteilte Form oder hintereinanderliegende Fußpositionen erwärmen können. Aber immerhin waren auch hohe Vasen vertreten, nicht nur die üblichen länglichen Schalen oder Blockgefäße. 
Wer selbst Material mitgebracht hat oder sich daheim an die Arbeit machte, hat ebenfalls sehr interessante Materialkombinationen und Gefäße ausgewählt. Lassen wir uns überraschen, ob noch weitere Beiträge auftauchen.
Hier erst einmal die Fotos vom gestrigen Treffen und die ersten Hausübungen.




Dienstag, 22. Februar 2022

Freestyle yokō-no-hana

Freestyle mit Fläche und Linie in einer horizontalen Ausrichtung– so lautete die Aufgabe für diesen letzten Übungsabend im Februar. Der März steht dann ganz im Zeichen der Tulpe. 
Yokō-no-hana bzw. Arrangements mit Betonung von Fläche sind nie ganz einfach zu gestalten, die Kombination beider Vorgaben erwies sich dann erwartungsgemäß als ein wenig trickreich. Das lag aber auch am Material aus dem Überraschungspaket vom Großmarkt, das sorgfältige Überlegung und genaue Betrachtung erforderte.

Lederfarn für die Fläche, Pfirsichzweige als Linien und dazu Narzissen und Anemonen, die mit unterschiedlicher Betonung arrangiert werden können. Etwas Pittosporum sorgte für eine Aufhellung der dunklen Farnblätter. Wer wollte, arbeitete mit selbst mitgebrachtem Material vor Ort oder schickte im Rahmen einer Hausübung einen Fotobeitrag. 
Im Endeffekt stimmte die horizontale Ausrichtung bei beinahe allen Arbeiten, auch wenn sich die eine oder andere steilere Linie dazu verirrte. So streng nehmen wir es schließlich doch nicht. 

Neben dem Überraschungspaket hat sich bereits Material für den kommenden Wochenend-Workshop in die ÖGG verirrt. Palmkätzchen, Drachenweide und Drehweide geben einen kleinen Vorgeschmack auf das Kommende. Die dazu passenden Blumen sind bereits bestellt und stehen hoffentlich am Freitagmorgen bereit, um zu Rikka, Shōka und Freestyle verarbeitet zu werden. 
Hier aber erst einmal die Arbeiten des Übungsabends.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Horizontales Jiyūka Fläche/Linie


Nachdem in letzter Zeit unsere Jiyūka mehr nach Lust und Laune gestalten wurden, gab es diesmal wieder genaue Vorgaben: Jiyūka yoko-no-hana mit Schwerpunkt men & sen. Also ein querformatiges, horizontal ausgerichtetes Arrangement mit Fokus auf Fläche und Linie. 
Der Großmarkt versorgte uns mit entsprechendem kazai. Als men-Material standen uns weiß panaschierte Hostablätter, Heucherablätter in einem dunklen Rotton und knallig-rote Anthurienblüten zur Verfügung. Linienmaterial war durch Allium mit rotvioletten kleinen Blütenköpfen und blau-weiße Eustoma mit extrakleinen Blüten vertreten. Als Füllmaterial und optischer Aufheller dienten Frauenmantelblüten. 
Die Damen konnten frei entscheiden, welche 5 Materialien sie für ihr Arrangement verwenden wollten, wobei in den meisten Fällen den Heucherablättern der Vorzug gegenüber den Eustoma gegeben wurde. Der Kontrast zwischen den knalligen Anthurien und den hellgrünen Hostablättern wurde durch die dunklen Heuchera noch mehr hervorgehoben. 
Eine unserer Ladies hatte wunderbare Taglilien mitgebracht und verwendete diese zusammen mit anderen Gartenpflanzen anstelle des Großmarktmaterials.
Trotz der überwiegend gleichen Materialzusammenstellung entstanden Jiyūka mit recht unterschiedlichem Erscheinungsbild. Obwohl alle Arrangements einen ähnlichen Aufbau aufwiesen, war die Variationsbreite doch hoch. Das lag nicht nur an den Gefäßen sondern ist ein Hinweis darauf, dass man auch innerhalb einer vorgegebenen Form "frei" ist und seinen persönlichen Ideen Ausdruck verleihen kann.