Der gestrige Übungsabend bescherte uns eine Freestyle-Basisform, die nicht ganz so gerne gearbeitet wird: yokō-no-hana, eine horizontale Ausrichtung des Materials, wodurch ein ruhiger, stabiler Ausdruck erzielt wird.
Die Schwierigkeit bei dieser Form liegt darin, dass das Material nicht so einfach zu finden ist. Eine von Natur aus aufrecht gewachsene Pflanze wird in einer horizontalen Ausrichtung eher seltsam aussehen. Blattlose Zweige bieten sich für eine horizontale Form natürlich an, denn solange kein Austrieb vorhanden ist, kann man auch einen schräg oder sogar aufrecht gewachsenen Zweig flach anordnen.
Auch die Befestigung im Gefäß erfordert etwas Geschick. Das gilt besonders dann, wenn die Vase schmal ist oder eine enge Öffnung aufweist. Da muss dann schon mal Draht verwendet werden oder man greift sonstwie tief in die Trickkiste.
Die meisten Teilnehmer*innen entschieden sich für das Überraschungspaket vom Großmarkt. Das enthielt Kirschzweige, die bereits schöne, dicke Knospen tragen. Dazu noch kleine rosa Anthurien, dunkelrote Ranunkeln und als Grünzeug Ruscus.
Es wäre zwar schön gewesen, Ranunkeln oder andere passende Blumen in einer Kontrastfarbe zu verwenden, aber leider waren die nicht in ausreichender Zahl erhältlich.
Es blieb jedem Arrangierenden selbst überlassen, welche der Blumen als Hauptmaterial gelten sollte und wie die Fußpositionen im Gefäß angeordnet sind. So ziemlich alle Füße befanden sich am Ende in einer mehr oder weniger engen Anordnung und die meisten entschieden sich für Anthurien als Hauptblume. Interessanterweise hat sich niemand für eine geteilte Form oder hintereinanderliegende Fußpositionen erwärmen können. Aber immerhin waren auch hohe Vasen vertreten, nicht nur die üblichen länglichen Schalen oder Blockgefäße.
Wer selbst Material mitgebracht hat oder sich daheim an die Arbeit machte, hat ebenfalls sehr interessante Materialkombinationen und Gefäße ausgewählt. Lassen wir uns überraschen, ob noch weitere Beiträge auftauchen.
Hier erst einmal die Fotos vom gestrigen Treffen und die ersten Hausübungen.





























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