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Sonntag, 23. September 2018

"Herbstimpressionen" - Vorführungsarrangements

Auch diesmal gab es wieder Vorführungen, die für Laxenburger Verhältnisse gut besucht waren. Hier die entstandenen Werke von Samstag und Sonntag:

 


 

Freitag, 21. September 2018

"Herbstimpressionen" - Ausstellungseröffnung in Laxenburg

Ein arbeitsintensiver Tag ist mit der sehr gut besuchten Eröffnung unserer Ausstellung inden Räumlichkeiten des Kultur- und Museumsvereins Laxenburg zu Ende gegangen. Die 25 Arrangements deckten die gesamte Bandbreite des Ikenobō-Ikebana, vom tatehana bis zum Rikka shinpūtai ab. Und nicht nur die "alten Hasen", sondern auch der Nachwuchs präsentierte sich bei dieser wirklich hochklassigen Ausstellung. 

Früh am Morgen traf man sich am Großmarkt, um die Liste mit den Wunschpflanzen abzuarbeiten. Aber immer dann, wenn man bestimmte Vorstellungen von einem Arrangement hat, spielt halt der Großhandel nicht wirklich mit. Kein Enzian und keine Dahlien weit und breit, obwohl erst vergangene Woche die Halle voll davon war. 
Dafür war das Angebot an Chrysanthemen schon besser als befürchtet. Zwar waren einzelblütige Exemplare immer noch Mangelware, aber einige interessante Farben und Formen ließen sich doch auftreiben. Und mit ein bisserl Nachdenken und Umdisponieren fanden sich passende Ersatzpflanzen. 

Mit dem vollgepackten Auto ging es dann ab ins Museum, wo wir die Blumen und unseren sonstigen Kram erst einmal im großen Saal stapelten. Die Bilder von Susanne Lebzelter waren bereits aufgehängt worden und auch die Tische standen bereit. 
Christa und ich begannen zuallererst mit unseren langwierigen bzw. komplizierten Arrangements, um die Ruhe vor dem Sturm auszunutzen. Nach und nach trudelten dann auch die anderen Damen ein und kümmerten sich um das Verkleiden der Tische, bevor sie sich selbst an ihre Arrangements machten. 
Die Verteilung der Arrangements auf die Plätze änderte sich noch einige Male, um eine bessere Harmonie mit den Bildern bzw. mit den Nachbar-Arrangements zu erzielen. 

Knapp zwei Stunden vor der Eröffnung sah alles noch ziemlich chaotisch aus, Blumenkübel standen mitten im Raum und am späteren Buffettisch wurden die letzten Arrangements gerade erst in Angriff genommen. 
Diejenigen, die ikebanamäßig bereits alles geschafft hatten, fanden sich zum Bestreichen der Brote zusammen und verteilten die diversen Häppchen in gefälliger Farbharmonie auf den Platten. 

Dann wurden die überzähligen Blumen in den Innenhof geschafft, alles blitzblank gefegt und die letzten Beschriftungen fanden auch noch ihr Ziel. Ein großes Dankeschön an die Mädels, die alle wunderbar zusammengearbeitet haben. 

Die Eröffnung der Ausstellung fand vor sehr zahlreichem Publikum statt. Nach einführenden Worten des Obmanns des Museumsvereins, Friedrich Decker, übermittelte der Vizepräsident des Japanischen Kultur- und Informationszentrums, Herr Wataru Nishida, die Grüße und Dankesworte der Botschaft. In Vertretung des Bürgermeisters eröffnete Herr Artner, Kulturreferent der Marktgemeinde Laxenburg, anschließend die Ausstellung. 

Wenn man so den Kommentaren des Publikums gelauscht hat, dürften wir unsere Sache wieder gut gemacht haben, Jedenfalls waren die Reaktionen überaus positiv, wenn nicht sogar enthusiastisch. Bilder folgen später, denn bei Tageslicht lässt es sich besser fotografieren (und in der Hektik des Tages sind wir einfach nicht dazugekommen).

Montag, 16. November 2015

Laxenburg - letzter Ausstellungstag


Der Sonntag empfing uns mit stürmischem, regnerischem Wetter, wodurch wir nicht die guten Besucherzahlen vom Vortag erzielten. Aber trotzdem war die vormittägliche Vorführung wieder gut besucht. Diesmal waren wir nur zu zweit und jede von uns führte drei Arrangements vor. 
Christa begann wieder mit der schwierigen Vase und dem Weihnachtsstern, peppte diesmal das Jiyūka mit einer nach oben strebenden Linie auf. Danach kam eine V-förmige Vase mit unterschiedlich hohen Öffnungen. Da das Gefäß leider keine Trennwand aufwies, konnte der höhere Vasenteil leider nur zur Hälfte mit Wasser gefüllt werden, da sonst alles aus der niedrigeren Öffnung rausgeronnen wäre. Leider ein Konstruktionsfehler. Aber mit entsprechend langen Stielen im höheren Teil konnten auch dort die Blumen mit Wasser versorgt werden. Ein Stiel mit mehreren Gloriosa-Blüten bildete das Hauptmaterial, das durch diverse andere Blumen unterstützt wurde, Bewegung erhielt das Arrangement durch farbige Drähte. Christas letztes Arrangement war eine linienbetonte Schulform mit engem Fuß, die speziell durch die leuchtend roten Gerbera strahlte. In Kombination mit weißen Gartenchrysanthemen und Korkenzieherhasel entstand ein typisch winterliches Jiyūka. 
Mein erstes Vorführ-Arrangement war ein Ikebana zum Verschenken: ein kleines Plastiktäschchen mit grün-weißen und gelben Chrysanthemen, dazu als Hintergrund ein Crotonblatt und einige rote Beeren – fertig war ein sehr persönliches Mitbringsel für jeden Anlass. Danach ein Jiyūka mit Schwerpunkt Perspektive in zwei Eternitwürfeln. Ebenfalls eher ungewöhnliche Ikebana-Gefäße, aber passend zur Jahreszeit und zu den verkrüppelten Cornus-Zweigen. Dunkle und helle Eustoma sorgten für die optische Tiefe und Schleierkraut brachte alles zum Leuchten. Im vorderen Gefäß blitzte noch eine kleine gelbe Chrysanthemenblüte zwischen den dunklen Eustoma hindurch und setzte einen zusätzlichen Akzent. Zuletzt – nach fünf Jiyūka in Folge – ein Shōka shinpūtai: Eine große weiße Chrysantheme in Kombination mit herbstlich rotem Spindelstrauch bildeten die Hauptelemente. Dazu dann ein Anthurienblatt und eine kleine Blütenknospe, denn dem Arrangement fehlte noch ein Schwerpunkt. 
Zum nachmittäglichen Workshop gab es leider nur zwei Anmeldungen, dafür durften die beiden Unentwegten aber gleich eine Kombination in zwei Gefäßen arbeiten. 
Viel zu schnell brach der Abend herein und dann hieß es wieder alles abräumen und das Museum in dem Zustand verlassen, in dem wir es vorgefunden hatten. Nochmals ganz herzlichen Dank an die Verantwortlichen, die uns diese Veranstaltung ermöglichten. Alles in allem war es eine sehr gelungene Ausstellung, für die wir vom Fachpublikum viel Lob ernteten. Jetzt heißt es, sich auf ein Wiedersehen im Mai 2017 freuen.