Unser Übungsabend stand ganz im Zeichen von Gräsern, was ja auch gut zum nahenden Herbstbeginn passt. Das Angebot an Gräsern am Großmarkt ist eher bescheiden, speziell wenn es sich um Miscanthus handelt.
Der ist ja DAS Herbstgras schlechthin, schön schwingende Blätter und dazu noch die dekorativen Wedel. Aber bei Bundware kann man die Blätter vergessen, die sind entweder abgeschnitten oder so beschädigt, dass man sie nicht verwenden kann. Das gilt in den meisten Fällen auch für Pennisetum und Panicum. Im Handel stören lange Blätter den Ablauf und müssen daher weg.
Der Garten war in diesem Jahr auch keine Option für Miscanthus. Aufgrund der Hitze und Trockenheit sind die Wedel bereits aufgeplustert durchgetrieben und die Blätter sehen jetzt schon aus wie im Spätherbst/Winter – vertrocknet, geknickt und eingerissen.
Dafür hat sich aber das Diamantgras ganz gut gemacht und es gab ausreichend davon, damit zumindest die Shōka-Leute damit arbeiten konnten. Für die Freestyle-Fraktion stand eine kräftige Hirse zur Verfügung, die gut zu den Dahlien passt.
Für den Abendkurs brachte eine Teilnehmerin schönen Zebramiscanthus mit, der in ihrem (im Bergland gelegenen) Garten gut gediehen ist.
Beim Shōka konnten verschiedene Möglichkeiten ausprobiert werden. Neben dem Diamantgras hatten wir kleine Sommerastern im Angebot, dazu noch Solidago. Es konnte also nishu-ike oder sanshu-ike gearbeitet werden, und zwar entweder 'normal' oder auch in Form von maze-ike. Es ist ja jetzt die ideale Zeit für diese Sonderform. Und selbstverständlich war auch Shōka shimpūtai möglich. Wer wollte, ging selbst auf Materialjagd.
So entstanden wieder vielfältige Arbeiten, wie man in der Galerie sehen kann. Leider wurden nicht alle Arrangements auch fotografiert.
Unsere nächste Veranstaltung wird die Teilnahme an der Langen Nacht der Museen am 3. Oktober sein. Da werden wir eine kleine Ausstellung unter dem Motto 'Alles Beere' auf die Beine stellen.
















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