Sonntag, 16. September 2012

Ausstellung in Laxenburg


Unsere Ausstellung in den Räumlichkeiten des Kultur- und Museumsvereins stand unter dem Motto "Goldener Herbst in Laxenburg". Dieses Thema bewog uns dazu, möglichst viele jahreszeittypische Pflanzen für unsere Arrangements zu verwenden. Also wurde in Gärten und Blumenfeldern "gewildert", um entsprechendes kazai aufzutreiben.
Neben der Ausstellung und 2 Vorführungen sollte es am Samstag und Sonntag auch Workshops für die Besucher geben, die Ikebana einmal selbst ausprobieren wollten. Die Gefäße dafür stellte uns dankenswerterweise die Firma Lederleitner in Laxenburg zur Verfügung. Für die florale Unterstützung sorgte die Firma Blumenkönig aus dem benachbarten Guntramsdorf, die sich ebenfalls äußerst großzügig zeigte.
Freitag gegen 8:00 trafen die ersten Gruppenmitglieder im Museum ein, die Blumen wurden versorgt und gefühlte Tonnen an Material wurden strategisch verteilt. Nach einer kurzen Strategiebesprechung wurden unter tatkräftiger Mithilfe des Vereinsobmanns, Herrn Friedrich Decker, Tische und Vitrinen verschoben, Podeste zusammengebaut und die Stoffbahnen für die Hintergründe aufgehängt. Da die Räume über ein Schienensystem zum Aufhängen von Bildern verfügt, war das Anbringen der Hintergründe kein großes Problem. Inmitten des kreativen Chaos – zwischenzeitlich waren die restlichen Gruppenmitglieder eingetroffen – wurde fleißig an den Ausstellungsstücken gewerkt. Schließlich mussten 14 hochwertige Arrangements, vom traditionellen Rikka bis zum modernen Jiyûka, bis spätestens 18:00 fertiggestellt sein.
Wider Erwarten ging alles flotter als geplant voran, und der Feinschliff konnte bereits am Nachmittag erfolgen. Da wurden Tischtücher drapiert, hektisch nach passenden kadai gesucht und die Arrangementbeschriftungen in die Halterungen gesteckt und an die richtigen Stellen gerückt. Schließlich fanden die Arrangements ihre Bestimmungsorte und wurden einer Endkontrolle unterzogen. Noch schnell mit dem Besen durch die Gegend wieseln und dann war alles offiziell für perfekt erklärt. Leicht geschlaucht konnten wir erst mal durchatmen und uns von den fürs Buffet zuständigen Damen vom Museumsverein mit kleinen, selbst gemachten Köstlichkeiten versorgen lassen.
Die Eröffnung der Ausstellung war für 19:00 geplant. Zeit genug, sich in Schale zu werfen und in Ruhe eine Fotorunde zu drehen. Etwa gegen 18:45 trudelten die ersten Besucher ein und die Ehrengäste wurden von Herrn Decker in Empfang genommen. Die Eröffnung wurde vom Direktor des japanischen Informations- und Kulturzentrums, Herrn Kenichiro Tanaka, und von Bürgermeister Robert Dienst vorgenommen. Nach einer kleinen Präsentation der Geschichte der Ikenobô-Schule und der verschiedenen Ikebanastile wurden die Besucher auf die Ausstellung - und das Buffet - losgelassen. Alles in Allem kann man sagen, dass der Abend ein großer Erfolg war und sich die Schufterei gelohnt hat.
Hier nun die Bilder unserer Arrangements:
 
 
 


Mittwoch, 12. September 2012

Shôka shofûtai sanshu-ike

Der September ist dieses Jahr wirklich sehr ikebanalastig. Gerade erst haben wir die Ausstellung in Hirschstetten gut über die Runden gebracht, da fängt auch schon der reguläre Unterricht in der ÖGG an. Diesmal beschäftigten wir uns mit Shôka shofûtai sanshu-ike, bzw. mit "Testarrangements" für die Ausstellung in Laxenburg kommendes Wochenende.
Das Septemberprogramm im Unterricht ist dieses Jahr so gestaltet, dass die Unterschiede zwischen Shôka sanshu-ike und Shôka maze-ike mit 3 Materialien herausgearbeitet werden sollen. Bei einem Shôka shofûtai sanshu-ike werden alle verwendeten Materialien gleichrangig behandelt, es gibt kein dominierendes kazai. Jede Pflanze kann an jeder Position eingesetzt werden und es gibt keine Vorschriften, wie die Aufteilung zu erfolgen hat. Dagegen wird beim Shôka shofûtai maze-ike grob gesagt aus jedem kazai ein eigenes Shôka gemacht und diese Einzelarrangements kombiniert man dann zu einem Endprodukt. Auf die Schwierigkeiten, die dabei auftreten können, gehe ich beim nächsten Übungsabend ein.
Das Shôka sanshu-ike ist jedenfalls ein sehr modernes Arrangement, das viele Freiheiten innerhalb der Form zulässt. Auch bei der Materialauswahl hat man einen ziemlich großen Spielraum. Wie zu sehen ist, sind doch sehr unterschiedliche Arrangements entstanden.

 

Montag, 10. September 2012

Goldblumenfest - Ikebana-Ausstellung in den Blumengärten Hirschstetten

Vom 6. bis 9. September 2012 präsentierte sich unsere Fachgruppe Ikebana der ÖGG beim Goldblumenfest der Blumengärten Hirschstetten. Donnerstag gegen Mittag war das Glashaus noch verwaist und nichts deutete darauf hin, dass wenige Stunden später hier eine komplette Ausstellung aufgebaut sein sollte. Zuerst wurden Seile gespannt und die Stoffbahnen als Hintergründe aufgehängt, danach fanden davor die Tische ihren Platz. Geprägt von den vorangegangenen Ausstellungen - mal wurden wir überschwemmt, dann wieder zerzauste der Sturm unsere Arrangements - verzichteten wir auf Tischtücher und verwendeten nur robuste Pflanzen und standfeste Gefäße. Ein Glashaus ist eben kein komplett geschlossener Raum, die Fensterflügel lassen nicht nur Frischluft rein, sondern auch Regen und Wind.
Das Arrangieren ging uns flott und gut von der Hand und gegen 18:30 konnten wir unser Werk als getan betrachten. Zuletzt richteten wir noch Tische und Bänke für die Vorführungen am Wochenende her, machten einige Fotos und dann überließen wir unsere Arrangements der Kühle der Nacht.
Freitag hielt sich der Besucherandrang in Grenzen und die Damen der Aufsicht hatten nicht allzu viel zu tun. Aber Samstag und Sonntag quoll das Gelände richtiggehend über vor Menschen und auch die nachmittäglichen Vorführungen waren gut besucht. Diesmal haben wir mit dem Wetter richtig getroffen, strahlender Sonnenschein und auch die Arrangements haben trotz der Hitze im Glashaus prächtig durchgehalten. Lediglich am Sonntagmorgen mussten einzelne Blumen ausgetauscht werden. 
Am Abend dann das gleiche Prozedere wie nach jeder Ausstellung. Die Arrangements wurden abgebaut, die Hintergrundbahnen entfernt und das Glashaus in den Urzustand zurückversetzt. Nach gut 1 Stunde deutete nichts mehr drauf hin, dass hier 3 Tage lang eine Ausstellung zu betrachten war. Alles in Allem konnten wir mit der Veranstaltung mehr als zufrieden sein und wir freuen uns schon auf unseren nächsten Auftritt in den Blumengärten Hirschstetten.
Hier nun einige Impressionen aus dem Glashaus:

 
 
  
 
 
 
 
 
 
   

Montag, 3. September 2012

Rikka-Workshop


Freitag und Samstag fand in der ÖGG wieder ein Wochenend-Workshop statt, diesmal  zum Thema Rikka shofûtai. Zusätzlich gab es wie an jedem Workshop-Samstag die Möglichkeit, Ikebana kennen zu lernen und eine Grundform des Jiyûka einmal selbst auszuprobieren. Diesmal ergriffen 2 Damen diese Gelegenheit und zusätzlich vertiefte sich eine Teilnehmerin eines früheren Workshops weiter in die Materie. Es ist immer erfreulich, wenn die Gruppe Zuwachs erhält.
Freitag gab es die Theorie zum Rikka und das Arrangement wurde vorgezeigt. Eine der Damen nutzte währenddessen die Gelegenheit, klassisches und modernes Shôka shofûtai für anstehende Prüfungen zu üben. 
Samstag folgte dann das allgemeine Arrangieren. Leider konnte eine unserer Ladies die Lilien buchstäblich nicht riechen, reagierte recht heftig auf den doch ziemlich starken Duft und musste den Kurs abbrechen. Zumindest wissen wir für die Zukunft, welche Blumen wir nicht mehr verwenden werden.
Die Anfängerinnen absolvierten ihre ersten Ikebana-Schritte mit einer Moribana-Grundform mit Wacholder und (duftlosen) Lilien und waren mit den Ergebnissen ganz zufrieden. Die "vorgeschädigte" Teilnehmerin wagte sich zusätzlich an zwei weitere Arrangements, die sie mit Bravour umsetzte. Auch sie hatte viel Spaß am Arbeiten.
Die Rikka-Damen schlugen sich ebenfalls wacker und konnten sich am Ende des Workshops über gelungene Arrangements freuen. Die Lilien werden noch einige Zeit durchhalten und die Wohnungen der Teilnehmerinnen verschönern.
Jetzt gilt unsere Aufmerksamkeit ganz den anstehenden Ausstellungen. Diesen Donnerstag wird in Hirschstetten aufgebaut und am darauf folgenden Freitag steigt die große Ausstellung in Laxenburg.