Montag, 10. September 2012

Goldblumenfest - Ikebana-Ausstellung in den Blumengärten Hirschstetten

Vom 6. bis 9. September 2012 präsentierte sich unsere Fachgruppe Ikebana der ÖGG beim Goldblumenfest der Blumengärten Hirschstetten. Donnerstag gegen Mittag war das Glashaus noch verwaist und nichts deutete darauf hin, dass wenige Stunden später hier eine komplette Ausstellung aufgebaut sein sollte. Zuerst wurden Seile gespannt und die Stoffbahnen als Hintergründe aufgehängt, danach fanden davor die Tische ihren Platz. Geprägt von den vorangegangenen Ausstellungen - mal wurden wir überschwemmt, dann wieder zerzauste der Sturm unsere Arrangements - verzichteten wir auf Tischtücher und verwendeten nur robuste Pflanzen und standfeste Gefäße. Ein Glashaus ist eben kein komplett geschlossener Raum, die Fensterflügel lassen nicht nur Frischluft rein, sondern auch Regen und Wind.
Das Arrangieren ging uns flott und gut von der Hand und gegen 18:30 konnten wir unser Werk als getan betrachten. Zuletzt richteten wir noch Tische und Bänke für die Vorführungen am Wochenende her, machten einige Fotos und dann überließen wir unsere Arrangements der Kühle der Nacht.
Freitag hielt sich der Besucherandrang in Grenzen und die Damen der Aufsicht hatten nicht allzu viel zu tun. Aber Samstag und Sonntag quoll das Gelände richtiggehend über vor Menschen und auch die nachmittäglichen Vorführungen waren gut besucht. Diesmal haben wir mit dem Wetter richtig getroffen, strahlender Sonnenschein und auch die Arrangements haben trotz der Hitze im Glashaus prächtig durchgehalten. Lediglich am Sonntagmorgen mussten einzelne Blumen ausgetauscht werden. 
Am Abend dann das gleiche Prozedere wie nach jeder Ausstellung. Die Arrangements wurden abgebaut, die Hintergrundbahnen entfernt und das Glashaus in den Urzustand zurückversetzt. Nach gut 1 Stunde deutete nichts mehr drauf hin, dass hier 3 Tage lang eine Ausstellung zu betrachten war. Alles in Allem konnten wir mit der Veranstaltung mehr als zufrieden sein und wir freuen uns schon auf unseren nächsten Auftritt in den Blumengärten Hirschstetten.
Hier nun einige Impressionen aus dem Glashaus:

 
 
  
 
 
 
 
 
 
   

Montag, 3. September 2012

Rikka-Workshop


Freitag und Samstag fand in der ÖGG wieder ein Wochenend-Workshop statt, diesmal  zum Thema Rikka shofûtai. Zusätzlich gab es wie an jedem Workshop-Samstag die Möglichkeit, Ikebana kennen zu lernen und eine Grundform des Jiyûka einmal selbst auszuprobieren. Diesmal ergriffen 2 Damen diese Gelegenheit und zusätzlich vertiefte sich eine Teilnehmerin eines früheren Workshops weiter in die Materie. Es ist immer erfreulich, wenn die Gruppe Zuwachs erhält.
Freitag gab es die Theorie zum Rikka und das Arrangement wurde vorgezeigt. Eine der Damen nutzte währenddessen die Gelegenheit, klassisches und modernes Shôka shofûtai für anstehende Prüfungen zu üben. 
Samstag folgte dann das allgemeine Arrangieren. Leider konnte eine unserer Ladies die Lilien buchstäblich nicht riechen, reagierte recht heftig auf den doch ziemlich starken Duft und musste den Kurs abbrechen. Zumindest wissen wir für die Zukunft, welche Blumen wir nicht mehr verwenden werden.
Die Anfängerinnen absolvierten ihre ersten Ikebana-Schritte mit einer Moribana-Grundform mit Wacholder und (duftlosen) Lilien und waren mit den Ergebnissen ganz zufrieden. Die "vorgeschädigte" Teilnehmerin wagte sich zusätzlich an zwei weitere Arrangements, die sie mit Bravour umsetzte. Auch sie hatte viel Spaß am Arbeiten.
Die Rikka-Damen schlugen sich ebenfalls wacker und konnten sich am Ende des Workshops über gelungene Arrangements freuen. Die Lilien werden noch einige Zeit durchhalten und die Wohnungen der Teilnehmerinnen verschönern.
Jetzt gilt unsere Aufmerksamkeit ganz den anstehenden Ausstellungen. Diesen Donnerstag wird in Hirschstetten aufgebaut und am darauf folgenden Freitag steigt die große Ausstellung in Laxenburg.

  
 
  
 

Mittwoch, 22. August 2012

Sommerliches Shôka shinpûtai

Durch große Hitze und Urlaubszeit ein wenig dezimiert, widmeten wir uns gestern einem sommerlichen Shôka shinpûtai. Und siehe da, obwohl es keine Absprachen bezüglich des Materials gegeben hat, haben alle von uns auf lange Blätter als Strukturelement zurückgegriffen. Es gibt nichts Besseres, um Bewegung in ein Arrangement zu bringen.
Nach dem praktischen Teil des Übungsabends konzentrierten wir uns ganz auf die letzten Planungsdetails für die vor uns liegenden Ausstellungen. Arrangements wurden festgelegt, Aufsichtsdienste eingeteilt und Abläufe besprochen. Dazu kam dann noch die Entscheidung, welches Rikka beim Ende des Monats stattfindenden Workshop mit welchem Material gearbeitet werden soll. Dass der Verwaltungskram wesentlich länger gedauert hat als das Arrangieren selbst, war wohl vorauszusehen. Aber immerhin, als wir nach Hause aufbrachen, war es wenigstens schon ein bisschen kühler geworden.  

Mittwoch, 25. Juli 2012

Übungsabend mit Gladiolen


Gestern unterbrachen wir unsere "Sommerruhe" für einen Übungsabend zum Thema Gladiolen. Shôka shofûtai bzw. Jiyûka standen auf dem Programm. Zusätzlich nutzten wir die Gelegenheit für erste Diskussionen bezüglich unserer anstehenden Ausstellungen im September. Die Planungen dafür sind schon voll angelaufen, die zu machenden Arrangements fixiert. Lediglich die Materialzusammenstellung ist noch offen.
Aber zurück zu den Gladiolen. Die Beschaffung hatte ich mir etwas einfacher vorgestellt: Zeitig in der Früh zum Feld, dort die Pflanzen schneiden und bis zum Abend in der ÖGG zwischenlagern. Was soll ich sagen – ich kam und sah GRÜN! Ein riesiges Feld, aber nur sehr wenige Blüten, die bereits etwas Farbe zeigten. Schließlich haben dann doch einige schöne Stiele den Weg in den Kübel gefunden. Immerhin werden wir beim Workshop Ende August dann aus dem Vollen schöpfen können.
Der große Vorteil beim Selberschneiden ist, dass man sich genau die Stiele aussuchen kann, die man dann für bestimmte Positionen im Arrangement benötigt. Bei Gladiolen für Shôka ist es besonders wichtig, dass die Blütenrispe möglichst kurz und dicht ist und dass man genügen lange Blätter mit nimmt. Im Geschäft kriegt man keine Blätter und die angewachsenen sind meist zu kurz, zu dick und einfach nur hässlich.
Wir haben Shôka mit entweder mit 2 oder 3 Blüten gearbeitet, dazu noch Moribana mit 2 unterschiedlichen Blütenfarben. Leider hat meine Kamera nicht den Weg zum Übungsabend gefunden, deshalb warte ich noch auf einige Bilder der anderen Teilnehmerinnen. Fürs Erste hier einmal die Fotos, die ich schon erhalten habe.

 
   

Montag, 23. Juli 2012

3. Tag Puchberg

Am Sonntag ging es dann ans Eingemachte - shôka shofûtai mit "Wasserpflanzen". Zur Auswahl standen Binsen, Iris und Calla. Wer mochte, durfte im Park kleine Äste schneiden und ein Wasser-Land-Arrangement probieren. Je nach Größe der zur Verfügung stehenden Schale entstanden maze-ike oder kabu-wake Arrangements. Die Binsen haben mich fast gar nicht zur Verzweiflung gebracht, kaum waren sie in der halbwegs richtigen Position, sind sie mir auch schon wieder unter den heißen Spots verschrumpelt. Grrr. Keine Übung für ungeduldige Seelen. Trotzdem war es ein ganz wunderbarer Tag! Ein Seminarraum voller Impressionen von sommerlichen Teichlandschaften. Leider war für mich damit schon die Zeit für die Abreise gekommen - ich freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen beim nächsten Mal!


2. Tag Puchberg

Am zweiten Tag des Sommerseminars beschäftigten wir uns mit den neuen Formen des Jiyûka, besonders mit der für uns noch ganz ungewohnten Variante mit dem "breiten Fuß" - sashi guchi-o-himeru. Durch die Wahl der Farben gleich passend für das tanabata-Fest!





Am Nachmittag ging es um das Thema "Tiefe erzeugen" - okuyuki o dasu. Folgende Möglichkeiten wurden erarbeitet: zwei Gefäße versetzt hintereinander stellen (auch zwei Gefäße schräg gestellt - hintereinander, wäre eine Variante), ein längliches Gefäß schräg gestellt, ein längliches Gefäß mit der Schmalseite nach vorne - Einsteckpunkte laufen nach hinten in die Tiefe.


Besonders hübsch wirkten unsere Arrangements dann im Foyer des Bildungshauses, auch in Kombination mit einer gerade laufenden Ausstellung von farbenprächtigen Bildern.


Sonntag, 22. Juli 2012

Sommerseminar im Bildungshaus Puchberg

Der erste Nachmittag, und auch der Abend, des Seminars war wieder diversen Zwischenprüfungen gewidmet. Unter den liebevoll-strengen Augen unserer Meisterin entstanden shôka shinpûtai, denka shôka und auch jiyûka. Ganz unterschiedliche Arrangements, sommerlich leicht in den Farben, in der Materialwahl und im Ausdruck. Hier einige Beispiele: